Am Sonntag geht es in St. Moritz in die zweite Runde. Mit Ausnahme des Skikjörings sind die Felder diesmal etwas kleiner. Gemeldet wurden vierzehn Pferde, von denen allerdings nur zwölf antreten. Es gibt also zwei Ersatzstarter, die nur dann zum Einsatz kommen, wenn ein oder zwei feste Starter der Prüfung fernbleiben.
Bitter in diesem Fall für Samira und Blue Point, zwei Stuten,die bereits für den ersten Renntag ausgeschieden worden waren.
Mit Ausnahme von King Steel, der durch Germanski ersetzt wird, kommt das gleiche Feld an den Start, das vor einer Woche antreten sollte, also auch die deutschen Peredur und Baileys Best (Christian von der Recke), Geisha Dream (Pavel Vovcenko) und Bouquet (Maren Wittmann).
Rushing Dasher, der Vorjahressieger, ist der Favorit für die Christoffel Bau Trophy. Der frühere Wöhler-Schützling, inzwischen für den Stall Allegra Racing Club unterwegs und am ersten Tag bereits für diesen erfolgreich, wird es wohl in erster Linie mit Sybelio (Werner Hefter), Special Edition (Christian von der Recke) sowie seinem Ex-Stallgefährten Ailton zu tun bekommen.
Der Schweizer Trainerchampion Miro Weiss setzt auf Lamirel und Star Pattern, der wie Rushing Dasher am vergangenen Sonntag die Konkurrenz hinter sich ließ. Allerdings erst im Zimmer der Stewards, denn im Ziel war der Recke-Vertreter Mister Minister vor ihm gewesen, der den Sieg infolge einer Behinderung allerdings an das Pferd aus Urdorf abgeben musste.
Seinen zweiten Einsatz auf dem See bestreitet der von Christian von der Recke in den GP Prestige (16.000 Franken-1900 Meter) geschickte Vegano, der mit Philipp Schärer einem Schweizer Jockey anvertraut wurde, der Reitererlaubnis und einen guten Ruf in unserem Nachbarland genießt. Für das Höchstgewicht steht immer noch die Qualifikation für den Grand Prix auf dem Programm.
In seine alte Heimat zurückgekehrt ist der frühere Schweizer Jockey-Champion Markus Kolb, der mit Royal Fire ein Pferd reitet, das eine gute Chancen haben dürfte. Der vor vier Jahren in die Schweiz ausgeführte Hengst gehört dem Luzerner Stall Ocana, der seit dreißig Jahren besteht und der von Gründung an seine Pferde von Angela Casotti trainieren lässt. Zum fünfundzwanzigjährigen Jubiläum in St. Moritz wäre ein Sieg des Zehnjährigen sicher eine willkommene Angelegenheit.
Der Auftakt des zweiten Tages geht mit deutscher Beteiligung vonstatten. Für den Grand Prix Chervo hat Werner Hefter Albarello aus dem Galoppclub Iffezheim eingeschrieben. Einen früheren Schlenderhaner, der bei seinen sämtlichen fünf Starts auf der Dortmunder Sandbahn, die der Vorbereitung auf St. Moritz dienten, Geld verdiente und dabei zwei Siege landete.










