Die Stunde der l?ngsten Au?enseiterin: Irini ist ganz stark

Sie war die längste Außenseiterin im Hanshin-Cup, dem 20.000 Euro-Listenrennen am Samstag in Hamburg: Bei einem Kurs von 115:10 ging Jürgen Freys Irini (Foto) unter Wladimir Panov in diese Prüfung. Und nach einer grandiosen Speedleistung schaffte die von Hans-Jürgen Gröschel vorbereitete Areion-Tochter ihren bislang wichtigsten Karrieresieg.

Von einem der letzten Plätze flog Irini zuletzt noch sicher an Lady Alida, die kurz wie die Siegerin aussah, und der lange führenden Margarita vorbei.

‚Wir hatten immer Meinung auf Irini. Sie hatte oft Pech mit dem Rennverlauf. Wladimir konnte sie schön beruhigen. Sie hat tollen Speed gezeigt‘, berichtete Hans-Jürgen Gröschel, dem noch sechs Punkte bis zum 1000. Erfolg fehlen (Video ansehen).

Lady Alida unterlag in allen Ehren. ‚Die Strecke von 2200 Metern wurde ihr einen Tick zu weit, aber wir sind sehr zufrieden und steuern nun ein Gruppe III-Rennen in Baden-Baden an.‘

Markus Münch, der Betreuer der drittplatzierten Margarita, signalisierte: ‚Das war super, die Stute ist toll gelaufen.‘

Serienhoehe kam über Rang vier nicht hinaus, auch Sworn Pro baute bald ab.

Zum ersten Doppelsieger des Meetings avancierte Marlene Hallers Sir Areion (Dominique Boeuf/Werner Baltromei) im einleitenden Handicap über 1800 Meter, der Start-Ziel sehr sicher hinkam.

Zu einem verdienten Erfolg für das Turf Syndikat kam der 20:10-Favorit Trivero (Andrasch Starke/Manfred Hofer) in einem 2200 Meter-Altersgewichtsrennen, als er ganz zuletzt gegen Prinz und Danon Danehill entscheidend anpackte.

Einen Husarenritt legte Manuela Murke auf Almaviva (Trainer Ertürk Kurdu, 150:10, Ausgleich III) im Amazonenreiten hin, als sie sich rechtzeitig von der Konkurrenz abgesetzt hatte.

Im Ausgleich II landete der 35:10-Favorit Eastern Eagle (Karoly Kerekes/Christian Sprengel schon seinen dritten Saisontreffer, als er seinen Trainingsgefährten Shot to nothing und Lady Areia sicher in Schach hielt.

In der Wettchance des Tages gab es eine Riesen-Überraschung durch die Belgierin Lipanosie (Koen Clijmans/C.Janssen, 263:10), die Maccetto, Beeke und Jodit auf die Plätze verwies. Die Viererwette bezahlte sensationelle 674.757:10 Euro!

Bei den dreijährigen Stuten beherrschte die Evershorsterin Ombra Veneziana (Henk Grewe/Dr. Andreas Bolte, 67:10) früh die Lage und blieb leicht vor Diara Angel und Victory´s Magic.

Im abschließenden 1800 Meter-Handicap gab es zum wiederholten Male einen Hamburg-Treffer des Iffezheimer Trainers Petr Olsanik, denn Pali (Patrick Gibson, 74:10) flog ganz zum Schluss noch an Kariba und Cedrik vorbei.

In den zehn Rennen flossen 486.193 Euro durch die Kassen, wobei sich die Vorwette auf 155.247 Euro belief. 2009 waren es 570.000 Euro bei einem Rennen mehr gwesen. Doch vor einem Jahr hatte man einen deutlich höheren Jackpot in der Viererwette.

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