Vor einem Jahr hielt es kaum einen Turffreund mehr auf seinem Sitz. Zum ersten Mal avancierte mit Vengeance of Rain (Foto) damals ein Hong-Kong-Pferd zum Gewinner der World Series. In einer packenden Kampfpartie wehrte der Schützling von David Ferraris, dessen Triumphe allesamt in Sha Tin zustande kamen, auch die starke Schlussattacke der Französin Pride ab, die vom Ende des Feldes heranstürmte.
Am Sonntag ist die Neuauflage dieser Auseinandersetzung im Hong Kong Cup (20 Mio. HK-Dollar, 2,6 Mio. US-Dollar, 2000 m) erneut eines der Highlights der Veranstaltung. Im Lager von Pride, die ihren letzten Start vor dem Wechsel in die Zucht absolviert, gibt man sich vor der Revanche zuversichtlich.
Pride geht aus einer der äußeren Boxen (9) auf die Reise. „Das ist perfekt, ich hoffe nur, dass das Rennen nicht zu langsam wird“, signalisierte Jockey Christophe-Patrice Lemaire.
Ihr Widersacher Vengeance Of Rain (Startbox zwei) konnte sich bei zwei Versuchen nach einer langen Verletzungspause noch nicht in alter Form präsentieren, doch könnte er nun den entscheidenden Schliff haben. „Das ist eine phantastische Startnummer. DasPferd ist bestens in Gang, auch wenn noch kein Pferd das Doppel geschafft hat, bin ich zuversichtlich“, erklärt Trainer David Ferraris.
Europa scheint im Zwölferfeld glänzend gerüstet, denn neben Pride stehen die Irin Alexander Goldrun (die Gewinnerin von 2004) und die Französinnen Satwa Queen (Zweite im Prix de l´Opera und Fünfte im Breeders´ Cup Filly & Mare) aus dem Stall von Jean de Roualle unter Frankie Dettori und Musical Way (Trainer Philippe van de Poele), die im Premio Lydia Tesio Dritte zu der Deutschen Floriot wurde, unter Order.
In einem ausgesprochen internationalen Feld ruhen die australischen Hoffnungen auf Growl, Japan baut auf den Dreijährigen Admire Moon sowie die ein Jahr ältere Stute Dia De La Novia. Das Gastgeberland hofft neben dem Titelverteidiger vor allem auf Ex-Derbysieger Viva Pataca, Hello Pretty, Art Trader und High Intelligent.











