Mit dem fünfjährigen Montjeu-Sohn Papal Bull schickt der neunfache britische Trainerchampion Sir Michael Stoute ein absolutes Schwergewicht in den Weidenpescher Park zum Rheinland-Pokal. Bei seinem letzten Start vor drei Wochen hatte er in den King George VI and Queen Elizabeth Stakes den derzeit besten europäischen Steher Duke of Marmalade an den Rand einer Niederlage gebracht.
Bei seinem letzten Start vor drei Wochen hatte er in den King George VI and Queen Elizabeth Stakes den derzeit besten europäischen Steher Duke of Marmalade am Rande einer Niederlage.
In diesem Finish waren beide (Papal Bull im Foto rechts), nicht weniger als neun Längen vor einem gewissen Youmzain gewesen. Und der war im Vorjahr immerhin als Zweiter im Prix de l’Arc de Triomphe über die Linie gekommen.
Aber auch die zuvor gezeigten Formen können sich sehen lassen. Beim Saisondebut im Coronation Cup war er als Vierter vor Georg Baron von Ullmanns Getaway, anschließend war auch Rang zwei hinter dem englischen St.Leger-Sieger Lucarno in den Princess of Wales’s Stakes in Newmarket, die er im Vorjahr sogar gewonnen hatte, eine erstklassige Leistung.
Bei aller Hochachtung vor den einheimischen Pferden wie Kamsin oder Oriental Tiger, gegen einen Gegner dieses Kalibers kann es unter normalen Umständen schwerlich ein Ankommen geben. Wäre da nicht eine Sache, die ein kleines Fragezeichen hinter den „Bull“ stellt. Er ist ein etwas schwieriger Charakter.
In Epsom schwitzte er im Führring stark, hing im Finish stark, in Newmarket, wo er unterwegs im Übrigen nicht das beste Rennen hatte, hielt er im Endkampf den Kopf hoch. Der Hengst, der im Vorjahr noch für die Besitzerkombination Smith, Magnier, Tabor lief, und nun für das „Papal Bull Syndicate“ startet, ist aber ein echtes internationales Gruppe I-Pferd.
Zeigt er seine Normalform, kann der Weg zum Sieg in Köln nur über ihn führen.Die für Papal Bull verantwortliche Kombination Sir Michael Stoute/Ryan Moore zählt zu den absoluten Top-Teams im britischen Turf.
Davon konnte man sich noch zuletzt in München überzeugen, als die beiden mit Linngari den Großen Dallmayr-Preis gewannen. Nun wollen sie in Weidenpesch mit Papal Bull den nächsten Gruppe I-Coup landen.










