Sieht man vom großen World Cup-Tag am 27. März einmal ab, dann steigt am Freitag bereits das Finale des diesjährigen Dubai Racing Carnivals. Vor den Finalmeetings in dieser Woche wartet Deutschland noch auf den ersten Treffer. Trotz einer Reihe von Spitzenleistungen wollte es einfach noch nicht zu einem Erfolg reichen. Am Freitag greifen noch einmal mehrere Kandidaten an und wollen diese Vakanz beenden.
Bei sämtlichen deutschen Chancen handelt es sich um Rennen innerhalb des Meydan Masters, dem neu ins Leben gerufenen Vergleichskampf der besten Jockeys der Welt (siehe auch Extra-Text). Eigentlich sollte der Neu-Brümmerhofer Abbashiva schon in der Vorwoche ein Handicap bestreiten, doch eine leichte Verletzung am Huf vereitelte den Plan von Trainer Torsten Mundry.
Doch sofort gab der Warendorf-Coach das neue Ziel aus, einen 120.000 Dollar-Ausgleich über 1400 Meter auf der Tapeta-Bahn am Freitag. Nach dem vierten Rang bei seinem Dubai-Debüt nach monatelanger Pause sollte der Gruppesieger auch hier gute Möglichkeiten besitzen. Im Sattel sitzt Ahmed Ajtebi, der in Dubai in bemerkenswerter Form agiert.
Natürlich wimmelt es im Zwölferfeld (plus vier Ersatzpferde) an Gegnern, man denke nur an den frischen und leichten Sieger Shirocco Breeze, den letztjährigen Carnival-Doppelsieger City Style und Marching, der Vierter zu Shirocco Breeze war (alle für das Team Godolphin, das der formschwache Desuetude komplettiert), um nur einige zu nennen.
Eine grandiose Vorstellung bot Stall Salzburg von Wolfgang Figge trainierter Northern Glory (Foto) hier kürzlich. In einem Handicap gab sich der Gast aus München nie geschlagen und endete als Riesenaußenseiter auf einem glänzenden dritten Rang. Mit Corey Brown im Sattel bestreitet der Siebenjährige nun ein 120.000 Dollar-Handicap über 2200 Meter auf Tapeta.
Seine stärksten Konkurrenten im 12er-Feld (plus vier Ersatzpferde) könnten sein: Godolphins Firebet, zuletzt erst spät noch abgefangen und Luca Cumanis Carnival-Doppelsieger Drunken Sailor, der damals u.a. Northern Glory bezwang. Godolphin hat neben Firebet mit dem zuletzt nicht weit hinter Quijano eingekommenen Once More Dubai, dem gerade drittplatzierten Burdlaz, sowie dem nur an dem starken Lizard´s Desire gescheiterten Soy Libriano noch weitere Hoffnungen am Start.
Aber damit noch nicht genug. Denn auch in einem weiteren Meydan Masters-Lauf, einem 150.000 Dollar-Handicap über 2000 Meter auf Tapeta, wird Deutschland vertreten sein. Manfred Hofer schickt den Ex-Schlenderhaner Walzertraum in diese Prüfung (Olivier Peslier sitzt im Sattel). Nach dem starken dritten Platz zum Dubai-Auftakt lief es für den Rahy-Sohn des Turf Syndikats 2010 und von Albert Steigenberger anschließend in einem weiteren Handicap als Siebter weniger gut, doch endete er insgesamt nicht besonders weit geschlagen.
Seine Hauptkonkurrenten im 12er-Feld (dazu kommen vier Ersatzpferde) könnten sein: die Ex-Gruppesiegerin Front House aus dem De Kock-Stall, der aktuelle Überraschungssieger Roman´s Run und der äußerst treu nach vorne laufende Monte Alto.










