Mit Davidoff, im Besitz der erfolgsverwöhnten Frankfurterin Margot Herbert (Foto), könnte ausgerechnet ein Pferd Trainer Peter Schiergen wieder auf die Top-Bühne zurückbringen, das schon während der Durststrecke der vergangenen Wochen einen wichtigen Treffer schaffte.
Der Montjeu-Sohn aus der Zucht von Dr. Klaus Schulte setzte sich trotz eines alles andere als günstigen Rennverlaufs im Krefelder Busch-Memorial durch, katapultierte sich durch den Erfolg im ersten Gruppe-Rennen der Saison für den Derby-Jahrgang auf eine vordere Position unter seinen Altersgefährten.
Damit besetzt Davidoff automatisch eine Favoritenposition im zweiten Klassiker in 2007, dem ersten für die Hengste (Stuten sind im übrigen auch startberechtigt, doch nimmt eine Woche nach den 1000 Guineas keine Lady diese Option wahr). 165.000 Euro sind im Mehl-Mülhens-Rennen – German 2000 Guineas auf der 1600 Meter-Strecke zu verdienen, Davidoff wird im neunköpfigen Feld natürlich von Stalljockey Andrasch Starke geritten.
Interessanterweise handelt es sich bei ihm neben seinem Krefelder Runner-up Global Dream um das einzige Pferd im Aufgebot mit Derby-Nennung. Natürlich gehört der Auenqueller Global Dream (Andreas Boschert) wieder auf jeden Wettschein. Zwei Rechnungen hat der Seattle Dancer-Sohn noch offen, denn er sucht nicht nur die Revanche gegen Davidoff, gegen den er nun in Sachen Kondition aufgeholt haben dürfte, sondern auch gegen Molly Max, seinen Bezwinger im Preis des Winterfavoriten.
Etwas unter den Erwartungen blieb Molly Max (Filip Minarik) bei seinem Saisondebut im Preis der Dreijährigen in Düsseldorf, als er an Rolling Home scheiterte. Bei der Rückkehr an die Stätte seines bislang größten Triumphes darf man dem zweiten Auenqueller im Rennen wieder eine gute Rolle zutrauen.
Natürlich wird es nicht ganz leicht, diesmal gegen Rolling Home den Spieß umzudrehen, der nach dem Ausfall von Kaleo nun Eduardo Pedroza im Sattel haben wird. Genau wie Trainer Andreas Wöhler ist der Stalljockey bestens in Form. „Kaleo hat leider Hufprobleme, die wir bis zum Mehl-Mülhens-Rennen leider nicht hinbekommen. Wenn alles klappt, steuert er nun das Bavarian Classic in München an. Rolling Home hat bisher noch nichts verkehrt gemacht. Zuletzt schlug er den Winterfavoriten und ist seither nicht schlechter geworden“, erklärt Wöhler.
Mit einer starken Referenz und ebenso starker Stallform im Rücken ist auch der Schlenderhaner Aviso (Terry Hellier) ein brandgefährlicher Kandidat. Denn bei seinem zweiten Saisontreffer imponierte der Tertullian-Sohn mit jeder Menge Kampfgeist, und das immerhin in Chantilly.
Sage und schreibe 80.000 Euro galoppierte Stall Capricorns Smokejumper im Badener Leisten-Memorial ein. Man sollte den Schützling von Erika Mäder, den nun Adrie de Vries reitet, der vor einem Jahr knapp mit Aspectus unterlag, sicher nicht an der schwächeren Vorstellung aus dem Charly Seiffert-Memorial messen, auch wenn deutlich mehr von dem zweiten Big Shuffle-Sohn im Mehl-Mülhens-Feld verlangt wird.
Ein Jahr nach dem Triumph von Royal Power wollen Trainer Mick Channon und Jockey Chris Catlin erneut den Klassiker nach England holen. Diesmal vertrauen sie auf Majuro, einen Danetime-Sohn, der zwar schon vier Rennen gewann, aber zuletzt in einem Sand-Listenrennen in Lingfield keine Chance besaß.
Doch allein schon gegen den im Besitz des Darley Stud stehenden Champery sieht es nicht leicht aus, der zuletzt bereits vor ihm einkam und zwei Listen-Platzierungen auf seinem Konto stehen hat. Jean-Pierre Guillambert reitet den Bahri-Sohn.
Kaum vorstellbar ist eigentlich der dritte Engländer im Bunde, denn Montalembert, für den Andreas Suborics gebucht wurde, kommt mit dem siebten Platz aus dem Frankfurter Frühjahrspreis nicht hin, auch wenn der Kalanisi-Sohn dort sehr stark pullte und vielleicht unter Wert geschlagen war. Trainer Stan Moore beorderte den Dreijährigen sofort von Niederrad nach Weidenpesch.












