Die gro?e Saint Cloud-Chance: Precious Boy in 80.000er

Vertigineux vor Gris de Gris und Precious Boy – so lautete am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, in Saint-Cloud der Einlauf im Prix du Muguet. Jenem mit 130.000 Euro dotierten und über die Meile führenden Gruppe-II-Rennen, das in den Jahren 2004 und 2005 aus deutscher Sicht sehr erfreuliche Nachrichten brachte, als der von Ralf Suerland trainierte Martillo gewann. Beim erstmaligen Anlauf von Precious Boy (Foto) auf den Gewinn dieser Prüfung fehlte nicht viel zum Sieg.

Vor allem in der Schlussphase kam der Hengst des Gestüts Park Wiedingen, für den Waldemar Hickst als Trainer verantwortlich zeichnet, immer besser zur Geltung, was auch der französischen Fachpresse eine Extraerwähnung wert war.

Im Ziel fehlten drei Längen bis zum Überraschungssieger Vertigineux, der dem 19:10-Favoriten Gris de Gris das Nachsehen gab. Von seinen damaligen Bezwingern ist bei der Starterangabe keiner mehr im Starterfeld zum Prix du Chemin de Fer du Nord, ein Gruppe-III-Rennen, das eine Dotation von 80.000 Euro aufweist und über die Meile führt, verblieben, so dass Precious Boy die Chance zur Formumkehr verwehrt bleibt.

„Er hat damals schon eine gute Leistung geboten, ist gut drauf, so dass wir mit viel Mumm die Reise nach Chantilly antreten“, fasst der Trainer seine Eindrücke von dem Hengst, der wieder unter Andreas Suborics antritt, zusammen. Mumm – das ist auch das Wort, das der Iffezheimer Trainer Petr Olsanik in den Mund nahm, als er auf den Start von Setareh angesprochen wurde. „Der Hengst hat in Mailand eine starke Leistung gezeigt und ist weiter gesteigert, so dass wir mit durchaus berechtigten Chancen nach Frankreich reisen.

‚Wir wissen um die Schwere der Aufgabe, treten aber mit Mumm an“, so der Iffezheimer, dessen Schützling, der von Dominique Boeuf geritten wird, vor einem Monat in einem Mailänder Listen-Rennen lediglich um einen Hals unterlag.

Vervollständigt wird das deutsche Trio durch den von Friedel Willenbrock für den Stall Fichtengrund vorbereiteten Beltanus, der sich mittlerweile zu einem echten Frankreich-Spezialisten entwickelt und in dieser Saison unter Jerome Lermyte bereits zwei Platzierungen in Listen-Rennen erzielt hat. Zu den zehn Startern zählt auch der vom Gestüt Brümmerhof gezogene McCartney, der die Interessen des Giokdolphin Unternehmenms vertritt.

Im Rahmenprogramm warten für Andreas Suborics weitere Einsätze. So soll er Hashbrown (Christian Sprengel) in einer Tierce-Prüfung (8.000 Euro) über die Meile reiten, in der Neutrainer Jean-Pierre Carvalho mit Zaubermann (Yann Lerner) seinen ersten Starter im Ausland aufbietet. Falls Nacella (Waldemar Hickst) im Rennen bleibt, wird Suborics zum zweiten Mal am Tag ein Pferd seines Arbeitgebers reiten. Unter Order steht ferner Khadar (Werner Baltromei) in einem 2400-Meter-Rennen mit einer Dotierung von 26.000 Euro.

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