Der Japan Cup, das bedeutendste Rennen im Land der aufgehenden Sonne, war auch am Sonntag wieder eine Domäne der Gastgeber. Zwar war das europäische Trio mit hohen Erwartungen zum mit 533,5 Millionen Yen (ca. 5.079.600 US-Dollar) dotierten 2400 Meter-Top-Event nach Tokio gereist, doch sie alle blieben auf der Strecke. Der Amerikaner Marsh Side war wegen Fiebers gar nicht erst angetreten.
Doch keines der hochgehandelten japanischen Pferde trumpfte am Sonntagmorgen unserer Zeit auf und holte sich die rund 2.380.000 Dollar Siegprämie, sondern mit dem vierjährigen Grass Wonder-Sohn Screen Hero setzte sich ein Außenseiter durch.
Unter dem italienischen Spitzenjockey Mirco Demuro verwies Screen Gero, den Yuichi Shikato trainiert, mit einer halben Länge Vorsprung den Favoriten Deep Sky, Japans Derbysieger aus einer Schwester des Ebbesloher Stallion Royal Dragon, und die Klassestute Vodka auf die Plätze. Mit Matsurida Gogh und Meisho Samson landeten weitere höher gehandelte Japaner auf den Plätzen vier und sechs.
Und wo waren die Europäer? Wie in den vergangenen Jahren endeten sie im geschlagenen Feld . Am besten hielt sich noch Purple Moon als Neunter, während Sixties Icon und Papal Bull über die Plätze 13 bzw. 14 nicht hinauskamen.
Besitzer von Screen Hero, der 410:10 im 17er-Feld auf Sieg bezahlte und dem auch die Startnummer 16 nichts ausmachte, ist Großeigner Teruya Yoshida. In Deutschland kennt man ihn bestens durch den Kauf solcher Topstuten wie Proudwings, Anna Monda oder Turfrose.
Für Jockey Mirco Demuro hätte der Einstand in sein Japan-Engagement (er bekam eine Kurzzeit-Lizenz) kaum besser ausfallen können. Der Italiener stieg seit 1999 in jedem Jahr hier in den Sattel.
Seine größten Erfolge in Japan waren die Siege im Satsuki Sho (2000 Guineas) und dem Tokyo Yushun (Derby) mit Neo Universe 2003, er war der erste ausländsche Jockey, der das Derby in Japan auf sein Konto bringen konnte. 2004 sicherte er sich die 2000 Guineas zum zweiten Mal mit Daiwa Major. Doch der Triumph mit Screen Hero am Sonntag im Japan Cup überstrahlt nun alles.










