Die älteste Publikumswahl im deutschen Sport – seit 1957 wird sie durchgeführt – wird die Turffreunde wieder an die Bildschirme locken. Der Titel bedeutet nach wie vor jede Menge Renommee und Anerkennung für heraus-ragende Leistungen – bei der Wahl zum „Galopper des Jahres 2005“. Die Vorauswahl durch zahlreiche Sportjournalisten ist bereits erfolgt: Die Kandidaten heißen Gonbarda, Lucky Strike und Shirocco.
Einer von ihnen wird Nachfolger von Soldier Hollow (Foto), der diesmal nicht ins Aufgebot fand. In enger Zusammenarbeit mit dem Westdeutschen Rundfunk führt das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen die Wahl durch, im Rahmen der Livesendung „Sport im Westen“ des WDR-Fernsehens (bundesweit empfangbar), die am Sonntag zwischen 21.45 und 22.30 Uhr. ausgestrahlt wird. Diese wird live, aber diesmal aus dem Studio und nicht von der Rennbahn, gesendet. Moderator ist Peter Großmann.
Die Kandidaten im einzelnen:
GONBARDA (braune Stute, 2002, v. Lando a. d. Gonfalon)
Wenn jemand behauptet, dass Rennpferde keinen eigenen Kampfgeist entwickeln, dann kennt dieser Gonbarda nicht. Die nur 1,53 Meter große Tochter des Japan Cup-Siegers Lando setzte neue Maßstäbe für dreijährige Stuten: Sie gewann zwei Gruppe I-Rennen sowie ein Gruppe III-Rennen und wurde Zweite im Großen Volkswagen Preis von Baden.
Ohne Platzgeld kam die von Uwe Ostmann in Mülheim-Ruhr betreute Stute bei ihren sieben Starts nie nach Hause und trug so eine Gewinnsumme von fast 400.000 Euro zusammen. Die Braune aus der Zucht und im Besitz des Gestüts Auenquelle war 2005 ein Publikumsmagnet. Im Herbst wurde sie an Sheikh Mohammed verkauft, in dessen Farben sie voraussichtlich noch einige Rennen bestreiten wird.
LUCKY STRIKE (dunkelbrauner Wallach, 1998, v. Petong a. d. Urania)
Nur er selbst konnte sich im Jahr 2005 schlagen: Bei seinen fünf Starts kam er jedes Mal als Erster durchs Ziel, doch zuletzt, bei seinem dritten Anlauf auf die „Goldene Peitsche‘ in Baden-Baden, wurde er nach Disqualifikation auf den zweiten Platz gesetzt. Sein besonders auf Linksbahnen problematischer Rechtsdrall war ihm zum Verhängnis geworden.
Ansonsten aber verlief die Saison für Lucky Strike großartig. Der 2005 siebenjährige Wallach, ein großer Kämpfer, ist ein Liebling des Publikums. Er steht in holländischem Besitz und wurde bei allen Starts vom vielfachen niederländischen Jockeychampion Adrie de Vries gesteuert. Sein Trainer war Andreas Trybuhl, der ihn nach einem winterlichen Koppelurlaub Anfang Februar zurück in seinem Kölner Stall erwartet.
SHIROCCO (brauner Hengst, 2001, v. Monsun a. d. So Sedulous)
Der souveräne Derbysieger von 2004 hatte im vergangenen Jahr zunächst ein paar Anlaufschwierigkeiten. Seinen ersten von nur drei Jahresstarts absolvierte er erst am 11. September in Paris-Longchamp. Der von seinem Besitzer Georg Baron von Ullmann selbst gezogene Braune war kurz zuvor in den Stall von Andre Fabre in Chantilly gewechselt und belegte im Prix Foy auf Anhieb den dritten Platz.
Anschließend verblüffte der spurtstarke Monsun-Sohn die Fachwelt als Vierter im Prix de l`Arc de Triomphe, dem prestigeträchtigsten Pferderennen Europas. Vier Wochen später folgte in New York beim Breeders` Cup Turf die spektakuläre Krönung: ein leichter Sieg gegen die Weltklasse der Grasbahngalopper über 2400 Meter. Shirocco bleibt auch im Jahr 2006 im Rennstall.
Die Teilnahme lohnt sich, es winken wertvolle Gewinne:
1. Preis: Eine Reise für zwei Personen mit Turf Travel Sauren zu den Hong Kong International Races.
2. Preis: Ein VIP-Wochenende für zwei Personen beim BMW Derby Meeting in Hamburg.
3. Preis: Ein Wochenende nach Wahl für zwei Personen bei den Internationalen Galopprennen Baden-Baden.








