Die dritte Eroberung Roms? Soldier gegen zwei Ittlinger

Die „Ewige Stadt“ Rom konnte er schon zweimal erobern. 2004 mit anderthalb, vor einem Jahr sogar mit wirklich beeindruckenden zweieinhalb Längen Vorsprung enteilte Gestüts Park Wiedingens Soldier Hollow (Foto) im Premio Roma der Konkurrenz.

Am Sonntag möchte der von Peter Schiergen trainierte Hengst, der fast noch besser in Gang zu sein scheint, wie in den letzten Jahren, endgültig Geschichte schreiben und das mit 264.000 Euro dotierte Gruppe I-Rennen über 2000 Meter zum dritten Mal hintereinander gewinnen.

884.546 Euro hat der sechsjährige In the Wings-Sohn bislang in seiner unvergleichlichen Karriere eingaloppiert. Im Siegfalle würde er die Millionengrenze überschreiten. Nach seinem Erfolg über Manduro im Prix Dollar (Gruppe II) am Arc-Wochenende in Longchamp könnten die Aussichten kaum besser sein, zumal wieder sein damaliger Siegjockey Olivier Peslier in den Sattel steigt.

Besitzer Helmut von Finck gibt sich optimistisch: „Er ist so gut drauf wie immer, alles im grünen Bereich. Soldier Hollow hat gezeigt, dass er in Form ist. Allerdings gefällt mir nicht, dass zum wiederholten Male ein Pferd aus dem eigenen Stall gegen ihn antritt.“

Gemeint ist der Ittlinger Lauro, der seit seinem enttäuschenden siebten Rang im BMW Deutschen Derby nicht mehr am Start war, nun unter Andrasch Starke sein Comeback gibt. „Lauro und Soldier Hollow haben zusammen die Gerade herunter gearbeitet. Wer von den beiden nun besser ist, kann ich nicht beurteilen, das wird das Rennen zeigen“, hält sich Peter Schiergen bedeckt. Der künftige Stalljockey Andrasch Starke wird Lauros Steuermann sein.

Doch die Ittlinger Hoffnungen ruhen nicht allein auf Lauro, auch der Deutschlandpreis-Sieger Donaldson wird unter Torsten Mundry antreten. Peter Rau bietet den Lando-Sohn zum ersten Mal nach einigen ernüchternden Vorstellungen und der sich anschließenden Kastration auf. „Wir hoffen auf guten Boden, Es ist ein Neuanfang. Wir wollen einmal sehen, wie er sich jetzt als Wallach präsentiert. Die beiden Pferde des Gestüts Ittlingen laufen auf eigene Rechnung.“

Godolphins Cherry Mix und die Klassestute Fair Nashwan zählen zu den Konkurrenten des deutschen Trios.

Während der Premio Ribot (Gruppe II, 140.250 Euro, 1600 m) ohne deutsche Beteiligung über die Bühne geht, bestreitet der von Andreas Wöhler für die Stiftung Gestüt Fährhof vorbereitete Santiago Atitlan den Premio Umbria (Gruppe III, 89.100 Euro, 1200 m) unter Eduardo Pedroza.

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