Über viele Jahre hinweg war das Berberis-Rennen eine Domäne der Stuten. Innerhalb der drei Rennen umfassenden Young Ladies-Serie in Mülheim trafen sich hier die besten zweijährigen Ladies. Inzwischen wird die Winterkönigin in Baden-Baden gekürt. Am Raffelberg ist nur das Berberis-Rennen aus der früheren Trilogie übriggeblieben.
Vor zwei Jahren erfuhr das Listen-Rennen eine gravierende Änderung: Ab sofort wurden Hengste zugelassen. Damit wurde es für die Stuten mit einem Schlag deutlich schwerer, das 1400 Meter-Rennen zu gewinnen.
Das haben schon die beiden ersten Entscheidungen gezeigt. 2005 trumpfte der von Andreas Schütz für das Gestüt Ammerland trainierte Nordic Thunder als Debutant auf. 2006 setzte sich Rolling Home in einer spannenden Auseinandersetzung gegen Kick Back durch.
Diesmal sind die Stuten mit fünf Kandidatinnen in der Überzahl. Vier Hengste rücken in Mülheim in die Boxen ein. Interessant: Drei davon haben bereits gewonnen. So recht weiß man allerdings noch nicht, was die Erfolge von Cacciatore, Mister Minister und Sehrezad wert sind, aber überzeugen konnten sie allesamt. Vielleicht sogar noch mehr wert war der dritte Platz von Earl of Fire.
Nach erheblichem Startverlust rauschte Werner Baltromeis Earl of Fire im Kölner Auktionsrennen heran. Mit Dominique Boeuf reitet ein seltener Gast auf deutschen Bahnen, der Franzose steigt auch im Rahmenprogramm mehrfach in den Sattel.
Favorit werden könnte allerdings eine Stute. Denn der Stil des Maidensieges von Briseida war stark. Auf fünf Längen verabschiedete sich die Pivotal-Stute von der Konkurrenz. Ein Treffer des bulgarischen Stalles Litex, der in den vergangenen Monaten durch mehrere Trainerwechsel für Schlagzeilen sorgte, auf besserem Parkett ist längst überfällig.
Filip Minarik (Foto) entschied sich für Briseida und gegen die Ebbesloherin Dragon Days, die am vergangenen Sonntag in Dresden mit sehr viel Speed überzeugte. Mit William Mongil wird neben Dominique Boeuf ein zweiter französischer Jockey eingeflogen.
Themelie Island (Adrie de Vries) wurde in der Maurice Lacroix-Trophy erst einmal gestoppt, doch sollte man sie wie Berlinale (Pascal van DeKeere), die in Baden-Baden ebenfalls auf starke Konkurrenz traf, nicht auslassen. Mario Hofer schickt für das hocherfolgreiche amerikanische Team Valor Mona Lisa in die Partie.











