Es ist die Zusatz-Attraktion des Rennens: Trainer Jens Hirschberger gab Georg Baron von Ullmanns neues Ass Eye of the Tiger als Starter für den Großen Ehrmann-Steher-Cup, das mit 50.000 Euro dotierte Gruppe III-Rennen über 3200 Meter, an, Deutschlands bedeutendstes Steher-Rennen. Adrie de Vries sitzt diesmal im Sattel, nachdem er zuletzt noch mit Getaway hauchdünn von dem „Tiger“ bezwungen wurde. Eine Nachnennung machte einen Krefeld-Start im Achterfeld möglich.
Die Stallform von Trainer Dr. Andreas Bolte könnte kaum besser sein. Seit Wochen läuft es rund bei dem Lengericher Erfolgscoach. Acht Rennen gewannen seine Pferde bereits in dieser Saison. Bei gerade einmal 53 Starts.
Am Sonntag greift der Coach, der auch den Medien gegenüber stets sehr aufgeschlossen ist und mit kompetenten Analysen aufwartet, mit dem 2008er-Sieger und Vorjahresvierten Caudillo an. Der Acatenango-Sohn zählt seit Jahren zur Creme de la Creme auf solchen „Nurmi-Strecken.
Tres Rock Danon, dessen jüngste Form stark aufgewertet wurde, Brisant für Geburtstagskind Ralf Suerland (wird am Sonntag 60) sind weitere chancenreiche Kandidaten.
Der Franzose Henri-Alex Pantall schickt mit Speedy Catcher einen vierjährigen Catcher In The Rye-Sohn nach Krefeld. Auf einer ähnlichen Distanz gab sich der im Besitz von Horst Rapp stehende Hengst bereits im April beim Jahresdebüt die Ehre. Rang fünf in einem Listenrennen war allerdings noch nicht das Gelbe vom Ei, doch sollte sich der im Vorjahr bereits erfolgreiche Braune sicherlich steigern können.
Waldemar Hickst hat neben Tres Rock Danon den Park Wiedinger Frantic Storm im Rennen, für den das Derby 2009 noch zu früh gekommen sein könnte. Auf Extremdistanzen sollte der Nayef-Sohn der exzellenten Rennstute Flamingo Road zu Höherem berufen sein, auch wenn er zuletzt in München noch klar hinter Caudillo einkam. Sein Halbbruder Flamingo Fantasy triumphierte vor einem Jahr in dieser Prüfung.
Tarkheena Prince, ein Vertreter des Championstalles von Christian von der Recke, schnappte sich im Vorjahr den Langen Hamburger. Mit zwei Platzierungen im Deutschen und Italienischen St.Leger bewies der Aldebaran-Sohn, dass diese Leistung alles andere als eine Eintagsfliege war, doch muss er nun als Jahresdebütant heran.
Der Engländer Mark Johnston, ähnlich reisefreudig wie Kollege Pantall, vertraut auf Yes Mr President, einen fünfjährigen Montjeu-Sohn, der in einem Listen-Handicap als Zweiter sehr zu gefallen wusste.










