Valdino (Foto) heißt Deutschlands derzeit bester „Dauerläufer“. Denn der aus Auenqueller Zucht stammende Black Sam Bellamy-Sohn gewann in überzeugender Manier den mit 25.000 Euro dotierten KABA Steher Cup und damit eine der renommiertesten Steherprüfungen des Landes.
Überlegen 7 Längen lautete nach 2.800 Metern der Richterspruch, und es hätten durchaus auch noch einige mehr sein können. „Dass er gewinnt, damit hatte ich schon gerechnet, aber so leicht dann doch nicht“ strahlte Trainer Uwe Ostmann für den es nur eine Stunde nach dem Erfolg von Liang Kay gleich ein weiterer großer Treffer war.
Nächste Haltestelle für Valdino, der in seiner Kariere wahrlich noch nicht viel falsch gemacht hat und bei fünf Starts jetzt bereits viermal gewonnen hat, ist nun das St. Leger in Dortmund.
Siegreiter Jean-Pierre Carvalho bescherte der Erfolg, sein sechster während der großen Meetings, nicht nur einen dicken Schmatzer von Besitzerin Helga Enders, sondern auch die Führung in der Meetingswertung. Die weiteren Plätze belegten Brisant und Eiswind.
In der „kleinen“ Steherprüfung, dem ebenfalls über 2.800 Meter führenden Yburg-Ausgleich schlug wieder einmal die Meetingspezialistin Miami Tallyce zu. Die Montjeu-Tochter aus dem Quartier von Marion Rotering, hatte sich im Frühjahr bereits zweimal in die Siegerlisten eintragen können und gestaltete jetzt auch ihren dritten Start an der Oos zu einem Triumph.
Es war aber nichts für schwache Nerven, und es bedurfte auch eines meisterlichen Rittes von Norman Richter, dem von ganz weit hinten doch noch eine „Punktlandung“ gegen den schon in Sicherheit vermuteten 18:10-Favoriten Eminem mit Andrasch Starke gelang.
Begonnen hatte der Tag mit einem Totoschocker, denn es siegte der von Marvin Suerland gerittene General Lee, im Jahr zuvor Zweiter in dieser Prüfung, als 317:10-Außenseiter vor dem zur Eventualquote von 515:10 ins Rennen gegangene Stranded Gentry.
4.678 für 10 Euro lautete die nicht alltägliche Einlaufquote. Und nur der als Dritter eingekommenen Totofavoritin Seeperle war es zu verdanken, das sich die Dreierwettenquote mit 68.778:10 noch in moderater Höhe bewegte.
Der Wettergott hatte an diesem Nachmittag wenig einsehen mit dem Internationalen Club, ließ es vielmehr ab dem vierten Rennen jedenfalls mächtig tröpfeln und auch blitzen. Damit schwammen dem Veranstalter nicht nur zahlreiche Zuchauer, sondern natürlich auch die sprichwörtlichen Felle weg.
Denn am Ende summierte sich der Umsatz auf lediglich 652.137 Euro. Und das waren damit immerhin 20 Prozent weniger als zum korrespondierenden Renntag des Vorjahres.









