Mit der aus Köln übernommenen Silbernen Peitsche, dem Gruppe III-Rennen über 1300 Meter um 55.000 Euro, hat München-Riem am Maifeiertag einen absoluten sportlichen Leckerbissen im Angebot. Grund genug für viele Zuschauer, sich am Dienstag auf nach Riem zu machen, um acht Kurzstreckenspezialisten beim Kampf um Sieg und Plätze zu beobachten. Einen richtigen Überflieger gibt es im Feld nicht, daher liegt der Reiz der Prüfung in der Ausgeglichenheit (Zum Langzeitmarkt).
Dem Big Shuffle-Sohn Smooth Operator wird mit absoluter Sicherheit sehr viel Vertrauen entgegen kommen. Der Schützling aus dem Quartier von Mario Hofer hat schon so manche Gruppeschlacht hinter sich und sollte auf jeden Fall auf dieser Ebene mit Siegchancen unterwegs sein.
Im Prix Cor de Chasse in Fontainebleau bewegte er als Saisondebütant noch nicht sehr viel, jedoch hatte er viel Gewicht vorzugeben. Der letztjährige Sieger im Belmondo-Pokal in Baden-Baden gehört auf jeden Fall in alle Überlegungen. Trainertochter Steffi Hofer bekommt wieder eine Chance, sich auf gehobenem Level auszuzeichnen. Allerdings wird es alles andere als leicht für den Zimmermann-Schützling.
In Frankreich und auch am Dienstag neuerlich unter den Konkurrenten ist der ebenfalls auf Gruppe-Ebene erfolgreiche Walero, seit Jahren ein fester Bestandteil in der deutschen Gruppeszenerie. Uwe Ostmann hat Koen Clijmans für den Ritt verpflichtet, Walero ist am besten auf etwas weichem Untergrund aufgehoben.
Ebenfalls als Gruppesieger profiliert ist König Concorde, der wie Smooth Operator und auch Walero von Big Shuffle stammt. Christian Sprengel zeichnet für den Fröhlich-Schützling verantwortlich, der in den letzten beiden Jahren jeweils ein Mal auf Gruppe-Level zuschlug. Der siebenjährige Wallach absolviert sein Jahresdebüt in München, kann jedoch gleich voll da sein und hat mit Karoly Kerekes alles andere als einen schlechten Jockey im Sattel. Er besitzt als Jockey bei Wolfgang Figge beste Bahnkenntnisse, was sicher von Vorteil ist.
Dem Big Shuffle-Trio stellt sich ein Schiergen-Trio entgegen. Der Asterblüte-Coach aus Köln entsendet mit Exciting Life, Nordic Truce und Aslana drei seiner Top-Galopper nach München. Die Wahl des Stalljockjeys fiel dabei auf den Ex-Scherping-Rennen-Sieger 2011 Exciting Life. Der erste Start unter Schiergen-Order endete mit einem dritten Platz im Premio Chiusura 2011 (damals gewann König Concorde). Der Titus Livius-Sohn aus dem Besitz von Sabina Plavac ist erst vierjährig und könnte über weiteres Steigerungspotenzial verfügen.
Ein US-Import ist ferner Nordic Truce. Der Ammerländer Yes It‘s True-Sohn hat seit Juli 2011 keine Rennen mehr bestritten, ist zwar ein noch völlig unbeschriebenes Blatt in Deutschland. Doch gewann Nordic Truce bereits ein Grupperennen in den USA, eine handfeste Empfehlung also. Die Jockeyverpflichtung von Busch-Memorial-Siegreiter Davy Bonilla ist da durchaus ein weiterer Hinweis.
Stall Nizzas Aslana steht doch etwas unter den Hengsten aus dem eigenen Quartier, jedoch kann sie natürlich auch die Stutenerlaubnis in Anspruch nehmen. An einem guten Tag sollten sie und Filip Minarik nicht ausgeschlossen werden.
Weiterhin hoch interessant ist die Deutschland-Rückkehr von Stand My Ground. Der Cape Cross-Sohn wurde früher von Mario Hofer trainiert, hat sich seit seiner Übersiedlung nach Frankreich nochmal deutlich gesteigert und tritt mit der Referenz eines starken zweiten Platzes aus einem Listenrennen in Saint-Cloud an.
Alle deutschen Kandidaten sollten vor dem von Pia Brandt trainierten Fünfjährigen gewarnt sein. Es lohnt sich auf jeden Fall eine Top-6-Wette in München abzugeben. Zum einen, weil die Wette ausläuft und zum zweiten, weil hier ein Jackpot in Höhe von 4.848,27 Euro. Sollte sie getroffen werden, gehört die Wette der Vergangenheit an.












