Deutschland hat mitgefiebert am Donnerstagabend, Deutschland hat mit ihm gezittert. Und seine Anhänger wurden nicht enttäuscht. Sie brachen in kollektiven Jubel aus um ca. 18.40 Uhr. Denn wir haben wirklich einen Star.
Der Fährhofer Quijano folgte in der Aman Trophy, einem mit 120.000 Dollar dotierten 2400 Meter-Handicap, nicht nur seinem Stall- und Trainingsgefährten Encinas, er eroberte die Bahn in Nad Al Sheba auch im Sturm.
‚The Germans have arrived‘, die Deutschen sind angekommen, meinte die Moderatorin des Bahnfernsehens. Denn mit einem komfortablen Vorteil von rund zwei Längen beherrschte die 50:10-Chance die zwölfköpfige Konkurrenz in dieser Prüfung.
Michael Kinane hatte auf dem Seriensieger und Handicapper des vergangenen Jahres eine gehörige Portion Vertrauen. Denn innen im Mittelfeld besaß er stets eine günstige Position, gab keinen Meter preis. Eingangs der Geraden schien es ein wenig eng zu werden, doch marschierte Quijano bestechend.
Der Acatenango-Sohn wurde überhaupt nicht gefordert, als Godolphins Neuerwerbung Gravitas (Lanfrance Dettori) nach vorne stürmte. Der Co-Favorit versuchte sich abzusetzen, doch das war eine Rechnung ohne Quijano.
Als wäre es ein gewöhnlicher Canter rauschte Quijano heran und im Handgalopp an dem Konkurrenten vorbei. Deutlicher zurück wurde der Außenseiter Ampelio Dritter. Quijanos Vorstellung war schlichtweg überragend.
‚Das Pferd und ich haben das Rennen genossen‘, war auch Steuermann Michael Kinane begeistert. ‚Er ist ein tolles Pferd. Alles lief perfekt ab, ich bin Frankie gefolgt, hatte eine gute Position an der Innenseite, der Rest war einfach.‘
Und Trainer Peter Schiergen, der gemeinsam mit seinem Team hervorragende Arbeit geleistet hat, ergänzte: ‚Quijano hat viel Zeit benötigt, ist aber ein sehr gutes Pferd. In zwei Wochen wird er hier wieder antreten. Wenn er alles gut macht, könnte er ein Kandidat für das Dubai Sheema Classic am World Cup-Tag sein.‘
GaloppOnline.de sagt: Herzlichen Glückwünsch! Wir sind begeistert von Quijano!
Das Highlight der Karte ging an den großen Dubai-Spezialisten Tropical Star. Der Siebenjährige aus dem Al Raihe-Stall holte sich den Najah Al Shindagha Sprint (Gruppe III, 200.000 Dollar, 1200 m) vor Thaijja und Aliysa. Der Sieger steht im Besitz von Mohammed bin Maktoum Al Maktoum und überrollte nach schwachem Start die Konkurrenz mit verblüffendem Speed.












