Deutsche Pferde siegen

Der Euro Cup wurde von Gestüt Fährhofs dreijährigem Oasis Dream-Sohn Querari gewonnen, der dabei gegen die älteren Pferde erfolgreich war. Der Green Desert-Sohn Oasis Dream ist der aktuelle „Shooting Star“ der internationalen Deckhengstszene und in Deutschland zuletzt als Vater der Walther J. Jacobs-Stutenpreis-Siegerin Lady Jane Digby bekannt.

Sein Erzeuger, der zu den besten Söhnen Danzigs gehörende Green Desert hat sich inzwischen auch als sehr erfolgreicher Deckhengste-Vererber erwiesen, so ist sein Sohn Cape Cross aktuell der Vater des Ausnahme-Dreijährigen Sea The Stars als Sohn der Klassestute Urban Sea. Querari markiert den viel versprechenden Zuchteinstand der im Pferdewetten.de-Criterium und im Blanquet-Rennen erfolgreichen Acatenango-Stute Quetena, die auch in Italien listenplatziert lief.

Quetena ist eine Tochter der Championstute Quebrada, die mit der im Prix de Psyche erfolgreichen Lomitas-Stute Quilanga auch eine Gruppesiegerin stellte. Quetenas von Surumu stammende Dreiviertelschwester Quebra zeichnet als Mutter des Listensiegers Quiron, dessen Erzeuger Desert King den Danzig-Hengst Danehill zum Vater hat. Die in den German 1000 Guineas und in der Brandenburg Trophy als Gruppesiegerin bewährte Devil’s Bag-Stute Quebrada ist die beste Tochter der in den zur Gruppe I zählenden Yellow Ribbon Invitational Stakes erfolgreichen King’s Bishop-Stute Queen To Conquer, die auch Quebrada rechte Schwester Court brachte und hierzulande noch als Großmutter der Diana-Siegerin Sylvester Lady bekannt ist.

Queen To Conquers Royal Academy-Tochter Bonheur brachte in Verbindung mit dem Danehill-Sohn Danehill Dancer die 2008 als dreifache Gruppesiegerin profilierte Stute Carribean Sunset.
Gestüt Zoppenbroichs Acatenango-Stute Autriche ist die Mutter des am vergangenen Freitag im zur Gruppe II gehörenden Doncaster Cup erfolgreichen Montjeu-Sohnes Aksar Tau. Der Top-Vererber Montjeu ist ein Sadler’s Wells-Sohn aus einer Tochter des französischen Derby-Siegers Top Ville, dessen Erzeuger High Top der gleichen Mutterlinie entstammt wie Surumus bester Sohn Acatenango. Montjeu selbst stellte seinen immer noch besten Sohn Hurricane Run aus einer Surumu-Mutter.

Autriche profilierte sich als mehrfache Listensiegerin und ist die beste Tochter der von dem Blushing Groom-Sohn Local Suitor stammende Aminata. Diese interessiert als Tochter der Königsstuhl-Stute Alveradis, die in Verbindung mit Acatenango die klassisch platzierte Listensiegerin Ambra brachte. Es handelt sich hierbei via der Cortez-Stute Anmut und der von Königsstuhls nahem Verwandten Kaiserstuhl stammenden Avenue um die direkte Verwandtschaft zu dem 1973 im Deutschen Derby erfolgreichen Athenagoras.

Die dreijährige Monsun-Tochter Stacelita bekam den Sieg im Prix Vermeille am grünen Tisch zugesprochen und behielt so ihre weiße Weste. Die zuvor auf höchster Ebene im klassischen Prix de Diane und Prix Saint-Alary nicht zu beeindruckende Stacelita ist einer von fünf individuellen Gruppesiegern für ihren Vater in 2009 von denen der zuletzt im Grossen Preis von Baden so souveräne Getaway als weiterer Gruppe I-Sieger gesondert genannt sei.

Stacelita ist der Erstling der im Kronimus-Rennen erfolgreichen Dashing Blade-Stute Soignee, deren Erzeuger sich als erstklassiger Mutterstuten-Vererber erweist. Monsun selbst ist in diesem Jahr auch der Mutterstuten-Vererber im Pedigree der überlegenen Diana-Siegerin Night Magic. Soignee ist eine Tochter der von dem Northern Dancer-Sohn Fioravanti stammenden Kronimus-Rennen-Zweiten Suivez, die drei weitere Stakes-Sieger brachte inklusive des im Grossen Mercedes Benz-Preis und Idee Hansa-Preis als Gruppesieger profilierten Monsun-Sohnes Simoun.

Die nächste Mutter Sea Symphony ist eine Halbschwester zu vier Stakes-Siegern mit dem vielfachen Gruppe I-Sieger und Champion Steinlen an der Spitze. Sea Symphonys Wollow-Halbschwester Sophonisbe brachte den Irish Derby-Sieger Zagreb. Stacelita geht somit in direkter Linie auf die Schlenderhaner Top-Stute und doppelte klassische Siegerin Schönbrunn zurück, die zu einer wichtigen Stammstute für die Zucht der Familie Wildenstein wurde. Die in der vergangenen Woche im Prix d’Aumale als zweijährige Gruppesiegerin profilierte Fantastic Light-Tochter Middle Club ist eine Tochter der Old Vic-Stute Anna Oleanda.

Der Sadler’s Wells-Sohn Old Vic entstammt der gleichen Mutterlinie wie Acatenango und ist hierzulande vor allem als Mutterstuten-Vererber im Pedigree der Monsun-Nachkommen Samum, Schiaparelli und Salve Regina eine feste Größe. Anna Oleanda ist eine Tochter der Diana-Siegerin Anna Paola, die in Verbindung mit Old Vic auch ihren auf der Bahn besten Nachkommen Anno Luce, Siegerin im Deutschen Stutenpreis, brachte. Anna Paola wurde für Sheikh Mohammed zu einer erstklassigen Mutterstute und nahm vor allem über ihre Töchter Anna Petrovna, Anna Matrushka, Anna of Brunswick und Anna Comnena großen Einfluss.

Die drei erstgenannten Stuten stammen als Töchter von Mill Reef, Rainbow Quest und dem Mill Reef-Sohn Wassl von Hengsten der Nasrullah-Linie. Middle Clubs Vater Fantastic Light ist ein Sohn des Blushing Groom-Hengstes Rahy, wobei Blushing Groom auch der Erzeuger von Rainbow Quest ist. Der fünffache Gruppe I-Sieger Fantastic Light stellte hierzulande mit dem aktuellen Top-Steher Flamingo Fantasy und der Stute Turning Light bereits zwei Gruppesieger.

Der im Stockholm Cup als Gruppesieger profilierte dreijährige Wallach Touch Of Hawk markiert für seinen Vater den zweiten Pattern-Sieger. Er ist ein Sohn der Be My Guest-Stute Touch Of Class, die mit dem Lando-Sohn Touch Of Land bereits einen mehrfachen Gruppesieger brachte. Touch Of Class ist eine Tochter der Windwurf-Stute Thesi als Halbschwester der klassischen Sieger und Champions Turfkönig und Tryphosa, wobei Tryphosa ebenfalls eine Tochter von Be My Guest ist, während Turfkönig den Be My Guest-Hengst Anfield zum Vater hat.

Thesis Schwestern Topline und Turfquelle sind ebenfalls als Mütter von Gruppesiegern bewährt, während Tryphosa vor allem den Monsun-Sohn Tertullus vorweisen kann. Alle sind Nachkommen der so erfolgreichen Mutterstute Thekla, die diese Linie so erfolgreich fortgesetzt hat.

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