Es war eines der bestbesetzten Rennen des Jahres in Deutschland, wenn nicht gar das bestebesetzte. Der 58. Preis von Europa, die Gruppe I-Prüfung über 2400 Meter in Köln, sah starke Gäste aus dem Ausland, dazu gab es das Comeback des Derbysiegers von 2019. Doch weder ein Gast aus dem Ausland, noch Laccario, gewann die mit 77.500 Euro dotierte Steherprüfung, sondern eine der zwei Stuten im Feld, die von Henk Grewe für Darius Racing trainierte Donjah. (zum Video)
Geritten von Clement Lecoeuvre präsentierte sich die vom Gestüt Karlshof gezogene Teofilo-Tochter, die als längste Außenseiterin zur Quote von 16,3:1 ins Rennen gegangen war, gegenüber ihrem Saisondebüt im Großen Hansa-Preis wie verwandelt, und siegte nach einem Rennen aus der Reserve nach einem packenden Finish gegen den grandios laufenden Röttgener Kaspar, hinter dem die lange führende Dame Malliot, die gemeinsam mit Barney Roy zur Quote von 3,0 als Favoritin ins Rennen gegangen war, den dritten Platz belegte. Barney Roy und Grocer Jack waren als Vierter und Fünfter dichtauf. Bis zu dem enttäuschend laufenden Nagano Gold, und Laccario, der nach seiner langen Pause zum Schluss abbaute, war der Abstand dann schon größer. Es siegte damit genau das Team, das bereits vor zwei Jahren mit Khan im Preis von Europa für eine Sensation gesorgt hatte.
Hollie Doyle hatte mit Dame Malliot gleich die Spitze übernommen, konnte sich auf der Vierjährigen alles bestens einteilen. Unterwegs folgten ihr Kaspar, Grocer Jack, Laccario, Barney Roy, am Ende des Feldes Nagano Gold hinter Donjah. Nachdem sich die Pacemakerin zunächst etwas Vorsprung verschafft hatte, setzten die Gegner im Schlussboge nach. Vor allem Barney Roy machte sich auf den Weg nach vorne. Im Einlauf war dann schnell zu erkennen, dass sich Dame Malliot nicht von den Gegnern lösen konnte. Innen von der Engländerin griff Kaspar stark an, links neben ihr war Barney Roy zur Stelle, und ganz außen setzte Clement Lecoeuvre Donjah ein, die 300 Meter vor dem Ziel richtig aufdrehte. 150 Meter vor dem Ziel sah es nach Kaspar aus, doch außen hatte Donjah den etwas längeren Atem und siegte mit Hals-Vorsprung. Bis zu Dame Malliot war es dann eine halbe Länge, bis zu Barney Roy noch einmal eine dreiviertel Länge.
Henk Grewe: „Die Arbeit am Montag war normal, sie ist schwer einzuschätzen, den Start in Hamburg hat sie noch gebraucht. Wir haben glücklicherweise München ausgelassen. Die Stute hat jetzt alles erreicht. Alles was danach kommt, ist Kür, im Herbst gibt es noch viele schöne Rennen im Ausland.
Das Gestüt Karlshof, Züchter der Siegerin, stellte nunmehr zum vierten Mal in den letzten 13 Jahren den Sieger in dem Kölner Highlight. 2007 siegte Schiaparellii, 2008 Baila me, 2018 Khan und nun Donjah.










