Die Tattersalls December Foal Sales sind auf dem besten Wege in die Geschichte einzugehen. Die Rekorde purzeln permanent und auch die deutsche Aktivitäten, sei es im Bereich Käufer, Verkäufer oder auch Pedigree, sind ganz klar rekordverdächtig. Der dritte Tag am Freitag bedeutete mit 17.731.500 Gineas neuen Rekord.Der Gesamtumsatz nach drei Tagen beläuft sich inzwischen auf 26.695.600 Guineas mit 23 Lots im sechsstelligen Bereich.
Den bisherigen Höchstpreis mit 450.000 Guineas gab es am Freitag für die Katalognummer 1055, eine von James Wigan und George Strawbridge gezogene Dubawi-Stute als zweites Fohlen der von High Chaparral stammenden Gruppe III-Siegerin High Heeled, die auf höchster und klassischer Ebene auch Dritte in den Epsom Oaks und Coronation Stakes war. Aus der unmittelbaren Verwandtschaft ist außerdem aktuell die diesjährige Irish 1000 Guineas-Siegerin Just The Judge zu nennen.
Julian Dollar als Gestütsleiter von Dr. Andreas Jacobs Newsells Park Stud bot fleißig mit, ebenso wie Charlie Gordon-Watson, die sich aber beide letztendlich John Ferguson beugen mussten, der für Sheikh Mohammed kaufte.
Deutsche Aktivitäten waren in jeder Beziehung sehr stark. Ronald Rauscher ersteigerte für 350.000 Guineas eine von Kenilworth House Stud angebotene Oasis Dream-Tochter als Erstling der in den Moyglare Stud Stakes als Gruppe I-Siegerin bewährten Champion-Zweijährigen Termagant, die er mit den Worten: „Hoffentlich haben wir Glück“ als pinhook deklarierte.
Rauscher zeichnete für 120.000 Guineas auch als Käufer der vom Gestüt Etzean offerierten Sea The Stars-Halbschwester (Lot 1010) der im Grossen Preis von Baden und im klassischen Preis der Diana als Gruppe I-Siegerin bewährten Championstute Night Magic sowie für 100.000 Guineas eines aus dem ersten Jahrgang des brillanten Canford Cliffs stammenden Hengstabsetzers (Lot 959) aus einer Dreiviertelschwester des dreijährig in den St. James’s Palace Stakes erfolgreichen Pivotal-Sohnes Excellent Art.
Philipp Graf von Stauffenberg, der am ersten Tag den Sales Topper kaufte, hatte bei 140.000 Guineas das letzte Gebot für eine Absetzerstute (Lot 1023) aus dem ersten Jahrgang des Epsom Derby-Siegers und Montjeu-Hengstes Pour Moi als Halbschwester der Gruppe I-Siegerin Cambina sowie bei 70.000 Guineas für einen Holy Roman Emperor-Halbbruder (Lot 857) der zweijährig Gruppe I-platzierten Invincible Spirit-Tochter Lottie Dod.
Auch deutsches Blut stand erneut hoch im Kurs. So ersteigerte Sunderland Holdings für 320.000 Guineas eine vom Gestüt Görlsdorf gezogene und über Plumton Hall Stud angebotene Sea The Stars-Tochter (Lot 969) der Monsun-Stute Sanwa als rechte Schwester der klassischen Gruppe I-Sieger Samum, Schiaparelli und Salve Regina, die aus dieser Verbindung bereits den ungeschlagenen und hoch eingeschätzten Zweijährigen Sea The Moon vorweisen kann.
Bei 235.000 Guineas fiel der Hammer zugunsten von Shadwell Estate für eine weitere Sea The Stars-Tochter (Lot 944) aus dem Angebot von Windmill Farm, diesmal als Nachkomme der Galileo-Stute Gaze, eine Tochter der Acatenango-Stute Gryada. Diese ist Mutter des Champion-Stehers und vielfachen Gruppe I-Siegers Fame And Glory sowie Großmutter der wie Gaze von Galileo stammenden Gruppe III-Siegerin Gravitation und eine Tochter der Auenqueller Schwarzgold-Rennen-Siegerin Grimpola.










