Desiree Clary gewinnt Course D in Chantilly

Anderhalb Stunden zuvor hatte es in Chantilly im Lager von Waldemar Hickst noch lange Gesichter gegeben. Die Fährhoferin Lacy hatte sich mit Starjockey Christophe Soumillon im Prix Allez France (s.extra Bericht) am Ende des Feldes total verpullt und dabei so verausgabt, dass sie sicherlich völlig unter Wert geschlagen als Letzte durchs Ziel galoppierte.

Dafür gab es im letzten Rennen der heutigen Chantilly-Karte im Umfeld von Waldemar Hickst strahlende Gesichter. Lacys Stall-Kollegin Desiree Clary, die im vergangen Jahr ein Rennen gewonnen hatte und knapp geschlagene Zweite zu Bourree im Preis der Winterkönigin (Gr.III) wurde, holte sich eine stark besetzte Course D-Prüfung.

Andre Fabre, Freddy Head, Alain de Royer Dupre, Eric Libaud, Peter Schiergen und Pascal Bary hatten „schärfste Munition“ von ihren „Promi-Besitzern“ Khalid Abdullah, dem Aga Khan, George Strawbridge oder dem Gestüt Ammerland in dieser Aufgabe für dreijährige Stuten über 2100 Meter an den Start gebracht. Doch im Ziel war Stall Carpe Diems Sholokhov-Tochter Desiree Clary aus dem Stall von Waldemar Hickst leichte anderthalb Längen-Siegerin.

Peter Schiergens Dylan Thomas-Tochter Nightflower machte unter Andrasch Starke in den Farben des Stalles Nizza bis in den Einlauf die Pace und schien von der Khalid Abdullah-Kandidatin Mitre Peak leicht überlaufen zu werden. Doch die Nizza-Lady kämpfte zurück und schien bereits auf der Siegerstraße, als an der Außenseite Desiree Clary unter Cristan Demuro gewaltig aufdrehte und die Konkurrenz gegen Nightflower nach Deutschland holte. „Desiree Clary ist über diese Distanz meine beste Stute im Stall und wird nun in den Italienischen Oaks laufen. Christian Demuro möchte sie in seiner Heimat unbedingt wieder reiten“, sagte Waldemar Hickst nach dem Rennen. 

Im fünften Rennen der Montags-Karte wurde Stall Meerbusch Sindaco aus dem Stall von Hans-Albert Blume in einem Handicap guter Zweiter hinter dem vom Gestüt Simmenach gezogenen Löwenstein, der übrigens ein fünfjähriger Onkel von Derbysieger Lucky Speed ist. Rudolf Storps Doctor Sim endete als Vierter.

 

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