Kein Monat im deutschen Rennkalender bietet so viele Rennveranstaltungen wie der Mai. Zwar ist der Samstag hierzulande „rennfrei“, doch alleine an diesem Wochenende stehen sechs Renntage auf dem Programm. In der Bremer Vahr geht es am Dienstag mit einer acht Rennen umfassenden PMU-Karte weiter (Zum Rennen). Wie immer, wenn die französische Wettgesellschaft am Start ist, sind die Felder relativ groß. Einzig für das stets beliebte Veteranen-Rennen kamen nicht genügend Starter zusammen, so dass diese Prüfung letztendlich dem Rotstift zum Opfer fiel.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen wie dieser Tage so oft die Dreijährigen. Hier kommen Pferde an den Ablauf, mit denen man durchaus noch größere Ziele im Auge hat. Das Stichwort heißt Deutsches Derby (Zum Langzeitmarkt). Einen ersten Test über die klassischen 2400 Meter bietet das erste Bremer Rennen. Vier Pferde sind hier mit einer Nennung für das „Blaue Band“ ausgestattet. Andreas Wöhlers für die Stiftung Gestüt Fährhof und Ex-Manchester United-Trainer Sir Alex Ferguson trainierter Topography kommt zu seinem zweiten Start. Sein Debüt verlief mit Rang sechs so, wie man es in seinem Quartier vorausgesagt hatte. „Ich vermute, dass er noch etwas benötigt, um die Gänge zu kommen. Er wird auch diesen Start wohl noch brauchen“, sagte der Ravensberger Trainer. Aus dem Asterblüte-Stall von Peter Schiergen kommt der Ittlinger Starlite Express an den Start. Andrasch Starke wird den ebenfalls von Monsun stammenden Hengst reiten.
Für Markus Klug startet der Hey little Görl-Bruder Hey little Boy. Der Görlsdorfer gibt sein Debüt und sollte sich angesichts der Stallform seines Betreuers gleich gut vorstellen, wenn man mit ihm noch in Richtung Hamburg marschieren möchte. Mit einem vierten Platz hinter La Merced in Hannover stieg der von Jens Hirschberger trainierte Diplomatico in diese Saison sein. Der Ambassador-Sohn ist für die Kölner „Union“ und das Derby genannt. In Bremen muss er nun Farbe bekennen und zeigen, dass die in ihn gesetzten Hoffnungen berechtigt sind.
Auch am Dienstag wird die Jagdbahn in der Vahr nicht ungenutzt bleiben. Elf Pferde treffen sich an der 4200-Meter-Startstelle zwischen den Flaggen. Hindernis-Champion Cevin Chan reitet Good Prince, der ebenso gute Chancen haben sollte wie Nuevo Leon. Interessant ist auch der Starter von Anna Schleusner-Fruhriep, die 2015 mit Ländler das schwedische Grand National gewann. Die Trainerin sattelt Wutzelmann, für den es der erste Auftritt über Sprünge sein wird. Nach einem halben Jahr Pause stellte er sich als Zweiter in einem Berliner Ausgleich III in sehr guter Manier vor. Nun muss er zeigen, dass sein Talent nicht nur auf Flachrennen beschränkt ist.













