Ein Experiment der besonderen Art unternahm am Samstagabend deutscher Zeit die vierjährige Stute Salve Germania. Die Peintre Celebre-Tochter aus der Diana-Siegerin Salve Regina steuerte das Ballston Spa Handicap, ein mit 200.000 US-Dollar dotiertes 1700-Meter-Rennen auf der Grasbahn in Saratoga, an.
Als größte Außenseiterin rückte die von Waldemar Hickst in Köln trainierte Höny-Hoferin auf der aufgeweichten Rennbahn in die Box ein, wurde von Javier Castellano in dieser Grade II-Aufgabe gesteuert.
Und nachdem Waldemar Hickst noch am Nachmittag mit Wiesenpfad in Baden-Baden (siehe auch Extratext) den 54. Preis der Sparkassen Finanzgruppe auf Gruppe-III-Level gewinnen konnte, schaffte er tatsächlich das Gruppe-Doppel mit Salve Germania!
Zwei Gruppe-Rennen an einem Tag auf zwei verschiedenen Kontinenten, das haben wahrlich bislang wenige Trainer geschafft.
Auf weichem Untergrund hielt Castellano seine vierjährige Partnerin zunächst ganz hinten im Siebenerfeld, setzte erst in der Geraden zur Attacke an. Aber wie!
Mit langgezogenem Speed kam die Stute aus der Familie des aktuellen Gruppesiegers Schiaparelli mit zunehmender Distanz immer besser in die Partie und schnappte auf der Linie tatsächlich zu! Am US-Toto wurde die Hickst-Galopperin deutlich unterschätzt, startete zu einer Eventualquote von 252:10. Und auf Platz zahlte sie 29:10.
Rutherine (Alan Garcia) und My Princes Jess (Cornelio Velasquez) verwies die Kölner Super-Lady auf die Plätze. Erst dahinter kam dann die Godolphin-Chance im Rennen, Cocoa Beach, unter Ramon Dominguez ins Ziel.
Cocoa Beach hatte im letzten Jahr bereits die UAE 1.000 Guineas sowie UAE Oaks gewonnen, nach ihrem Wechssel in die USA zudem zwei weitere Grade I-Rennen gewinnen können. Das macht klar, dass die Leistung von Salve Germania wirklich riesig war.
Salve Germania war in Deutschland zuletzt Vierte im Hamburger Hanshin Cup hinter Guantana, La Bamba und Daveron. Zuvor war sie 2009 zwei Mal in Frankreich am Ablauf gewesen, konnte dort beim Jahresdebüt im Prix Allez France (Gruppe III) auf dem Chantilly-Kurs einen vierten Platz erreichen.
Der Besitzer der Stute, Frankfurt-Macher Manfred Hellwig, erlebte den Sieg seiner Fuchslady im Badener Weinkeller live per Telefonübertragung mit.










