An drei Sonntagen im Februar blickt die Turf-Welt auf einen zugefrorenen See im Schweizer Engadin. Beim Meeting in St. Moritz werden die Schnee-Könige gesucht. Das weltexklusive Spektakel lockt Jahr für Jahr zahlreiche Touristen in den Nobelskiort.
Das wird in einem Monat nicht anders sein. Zu den Protagonisten zählten in den vergangenen Jahren auch die Pferde von Trainerin Carmen Bocskai (Foto), die die Szene in unserem Nachbarland enorm bereichert.
Und wie jedes Jahr tanken einige ihrer St. Moritz-Kandidaten auch diesmal in Neuss Kondition für ihre großen Auftritte. Am Sonntag steuern gleich zwei Kandidaten die Prüfung mit dem Titel 30 Jahre Rheinland Generalagentur – Toni Zimmermann.
Dieses mit 3400 Euro ausgestattete Altersgewichtsrennen über die Distanz von 1900 Metern ist das Ziel von Dixigold (mit Georg Bocskai im Sattel) und von Quiron, der Andreas Suborics im Sattel haben wird, der nach hocherfolgreichen Asien-Wochen ein kurzes Intermezzo am Hessentor gibt, ehe er bald wieder nach Japan aufbrechen möchte.
Quiron, ein Ex-Fährhofer, ist in Neuss längst ein alter Bekannter, gewann er hier doch exakt an diesem Renntag vor zwölf Monaten ein ähnliches Rennen, allerdings ging es damals über 2300 Meter.
Dixigold tritt als Vorjahresdritter an, war damals nur von den absoluten Spezialisten Blueberry Forest und Merioneth geschlagen. Anschließend platzte so richtig der Knoten, gelangen ihm in St. Moritz sogar zwei Treffer.
Doch gewonnen haben die Bocskai-Pferde in Neuss noch lange nicht, denn einige weitere Könner geben sich die Ehre. Favorit werden könnte der letztjährige Sandbahn Grand Prix-Sieger Grantley (Andreas Helfenbein). Ganz den vollen Schwung des vergangenen Winters hatte der Schützling von Heinz Hesse bislang noch nicht, doch ist diesmal auch kein Gandolfino mit von der Partie, der ihm zweimal im gewöhnlichsten Canter die Eisen zeigte.
Bestens zurecht kommt auf diesem Untergrund auch Christian von der Reckes Fürstenberg (Adrie de Vries), während der solide Handicapper Free Moon inzwischen in Belgien eine neue Heimat gefunden und ziemlich an Form verloren hat.











