Der Run auf das gro?e Geld im Badener Auktionsrennen

Es ist keine Gruppeprüfung und nicht einmal ein Listenrennen, doch im Ferdinand Leisten-Memorial gibt es soviel Geld zu verdienen, wie bei keinem anderen Rennen während des Sales & Racing Festivals. Mit einem Zweijährigen, der durch einen Auktionsring ging, kann man große Kasse machen und so hat die extrem hohe Dotierung (200.000 Euro) ihre Wirkung nicht verfehlt.

Die Programm Nr. 19 Kasanruf wird nur ins Feld rutschen, wenn eines der anderen 18 Pferde Nichtstarter wird. Die bisherigen Leistungen der einzelnen Kandidaten sind in diesem Auktionsrennen doch ziemlich unterschiedlich. Blickt man auf die Gesamtform, so führt sicher kein Weg am italienischen Gast Free Winner vorbei. Zum Langzeitmarkt

Von den deutschen Kandidaten ist wohl in erster Linie Postillion zu nennen, der nicht einmal eine Woche nach dem Sieg von Silvaner im Preis des Winterfavoriten für den nächsten Top-Treffer der Verbindung Margot Herbert/Peter Schiergen sorgen könnte.

Stalljockey Andrasch Starke hat sich sicher nicht unerwartet für den Sleeping Indian-Sohn und damit gegen den Ittlinger Darnell entschieden. Postillion hat bereits Erfahrung in Rennen dieser Art. Im Kölner Auktionsrennen landete er auf dem vierten Platz, im Dortmunder Pendant wurde er Zweiter.

Und auch wenn der dortige Sieger Prince de la Nuit anschließend in Frankreich schwächer lief, so war Postillion in der Ruhr-Metropole drei Längen vor Manchester, dem späteren Dritten im Preis des Winterfavoriten. Nach dieser Leistung könnte der Schiergen-Schützling von den einheimischen Kandidaten die Nummer eins sein. Sein Trainingsgefährte Darnell schlug beim Debüt Noble Champion, ging dann als klarer Favorit im Kronimus-Rennen aber völlig unter, was in dieser Art und Weise eigentlich kaum stimmen kann.

Der erwähnte Noble Champion ist seit seinem ersten Start, bei dem er vielleicht auch nicht ganz glücklich war, nicht mehr gelaufen, könnte aber ein Pferd mit Potenzial sein. Sicher nicht ohne Grund ist der Hawk Wing-Sohn aus dem Besitz des Kölners Eckhard Sauren aus dem vierköpfigen Aufgebot von Trainer Mario Hofer der Ritt von Stalljockey Terence Hellier. Mit Le Peintre, der bei seinem Erstauftritt im Junioren-Preis nicht zu hart angefasst wurde, hat der Krefelder Trainer ein weiteres heißes Eisen im Feuer.

Pferde, die es noch zu erwähnen gilt, sind der von Waldemar Hickst trainierte World Star, der mit 64.000 Euro der teuerste Ankauf im Starterfeld war, und Birthday Prince, der im Kölner Auktionsrennen zwar schon hinter Postillion war, dessen Trainer mit seinen Pferden in derartigen Prüfungen aber stets zu beachten ist.

Eine gute Form und gleichzeitig deutliche Verbesserung zeigte bei seinem letzten Start in Frankreich der am Platz von Werner Hefter vorbereitete Souln‘Jazz, den man deshalb auch nicht unterschätzen sollte. Die anderen Kandidaten können wohl nur überraschen, doch können auf sie auf gutes Geld hoffen, denn schließlich gibt es bis zum Siebten Prämie, wobei dieser immerhin noch 10.000 Euro gutgeschrieben bekommt.

Nächste Renntage

Galopprennen in Deutschland
Do., 23.07.Bad Harzburg
Sa., 25.07.Bad Harzburg, Erbach
So., 26.07.München, Bad Harzburg
Fr., 31.07.Zweibrücken
Sa., 01.08.Köln
So., 02.08.Dresden, Düsseldorf
Galopprennen in Frankreich
Mi., 22.07.Vichy, Saint-Malo, Clairefontaine
Do., 23.07.Vichy, Mont de Marsan
Fr., 24.07.Vichy, Lion d’Angers
Sa., 25.07.Vichy
So., 26.07.Le Touquet, La Teste
Mo., 27.07.Vittel, Clairefontaine