Der Rom-Coup: M?nchens Ass Floriot mit Gruppe I-Erfolg

Gleich mehrere deutsche Kandidaten steuerten am Sonntag internationale Ziele an und gaben dabei ausgezeichnete Vorstellungen. Das absolute Highlight kam am Spätnachmittag: Werner Glanz hatte das beste Münchener Pferd, die Stute Floriot mit Stalljockey Karoly Kerekes (Foto), in den Premio Lydia Tesio nach Rom geschickt.

264.000 Euro standen über der Prüfung der Gruppe I auf der 2000 Meter-Distanz. Und dieses Rennen wurde zu einer Gala der 133:10-Außenseiterin. Im Besitz von Clarissa Hidemann, hatte Floriot doch einen erheblichen Sprung zu bewältigen, doch diesen meisterte die Deutsche mit Bravour. Gegen die Engländerin Confidential Lady (Seb Sanders) und Musical Way (Ronan Thomas) gewann Floriot mit eineinviertel Längen dieses Highlight!

‚Sie hat nicht einen Schlag bekommen, war ganz leicht voraus. Enorm, wenn man bedenkt, dass sie vor sechs Wochen noch Probleme mit dem Griffelbein hatte. Sie wurde aber nicht operiert, es wurde eingerenkt. Die Stute dürfte auch im nächsten Jahr in Training bleiben‘, sagte der Trainer gegenüber GaloppOnline.de nach dem bisherigen Höhepunkt seiner Trainerkarriere. Rave Reviews (Trainer Andreas Wöhler) endete unter Stalljockey Eduardo Pedroza auf Platz zehn.

Der Ebbesloher Silex bestritt unter Peter Schiergens Stalljockey William Mongil ein Listenrennen in Rom, das mit 69.300 Euro ausgestattet war und über die Meile führte.

Mit einer gewaltigen Speedleistung trumpfte der Dreijährige auf, doch um einen Kopf verpasste der Sieger des Preises von Schlenderhan einen weiteren Volltreffer, musste den von Edmondo Botti gerittenen Italiener Rumsfeld so knapp vor sich dulden. Dennoch eine tolle Vorstellung des Deutschen.

Wenige Minuten später kam die Ittlingerin Chantra aus dem Stall von Peter Rau in Longchamp zum Einsatz, wurde ebenfalls in einem Listenrennen (50.000 Euro, 1400 m) gesattelt.

Anstelle von Christophe-Patrice Lemaire saß Christophe Soumillon auf der Mitfavoritin, die auf den Preis der Winterkönigin zugunsten dieser Aufgabe verzichtet hatte. Und bis wenige Meter vor dem Ziel hatte Chantra alles für sich, ehe sie noch von dem von Olivier Peslier auf den Punkt genau gebrachten Stoneside aus dem Puertas-Quartier mit einem kurzen Kopf abgefangen wurde im Fünferfeld.

Die Aufgabe war von Hause aus sehr schwer: Der von Werner Baltromei trainierte Hachtseer Loup de Mer (Dominique Boeuf) konnte im Prix Royal Oak (Gruppe I, 250.000 Euro, 3100 m) nicht in die engere Entscheidung eingreifen, auch wenn er als Sechster nicht weit geschlagen war. Mit einem kurzen Kopf setzte sich der von Olivier Peslier gesteuerte Montare aus dem Stall von Jonathan Pease gegen Bellamy Cay und Sergeant Cecil durch.

Die Ebbesloher Zweijährige Kick Back wurde mit William Mongil Achte in einem Listenrennen (69.300 Euro, 1200 m). Offenbar war für die Stute die Distanz doch ein wenig zu kurz.

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