Der Löwe brüllt: Lucky Lion bezwingt den Frankel-Bruder

Er war der große Star am Sonntag in München. Der von Lady Jane Cecil trainierte Frankel-Bruder Noble Mission, der als 16:10-Favorit in den zur Gruppe I zählenden Großen Dallmayr-Preis (155.000 Euro) über 2000 Meter ging. Aber auch die deutsche Vollblut-Zucht kann ein weiteres richtig gutes Rennpferd ihr Eigen nennen. Gemeint ist der von Andreas Löwe für das Gestüt Winterhauch trainierte Lucky Lion, der nicht erst seit seinem zweiten Platz im IDEE 145. Deutschen Derby zur Jahrgangs-Spitze zählt, und in Riem jetzt seinen ersten Gruppe I-Sieg sicherstellte (Video ansehen).

Der High Chaparral-Sohn ordnete sich zunächst um Position fünf/sechs ein, wo ihm der französische Jockey Ioritz Mendizabal ein perfektes Rennen bescherte. Vorne sorgte Nausica Time für eine ansprechende Fahrt, dahinter lauerte schon der Galileo-Sohn Noble Mission unter Jockey James Doyle. Und dieser wollte eingangs der Zielgeraden sofort für klare Verhältnisse sorgen und ging an die Spitze.

Doch Lucky Lion (45:10) zeigte wieder einmal eine Explosivität, als er selbst bei hohem Tempo immer weiter zulegen konnte. 100 Meter vor dem Ziel hatte der Dreijährige den britischen Gast dann geknackt und galoppierte den 100.000 Euro Sieg-Prämie entgegen. Noble Mission, der zuletzt Zweiter im Grand Prix de Saint-Cloud wurde, blieb nur Rang zwei.

Auf Rang drei bewies die von Ferdinand Leve trainierte Calyxa nach ihrem Gruppe III-Sieg im Franz Günther von Gaertner Gedächtnisrennen, dass sie in dieser Klasse bestehen kann. Vierter wurde mit Wolfgang Figges Magic Artist ein weiterer Vertreter des diesjährigen Derby-Jahrgangs.

‚Ich bin schon mit großen Hoffnungen nach München gereist. Mir war klar, dass es durch Nausica Time und Noble Mission Tempo geben würde. Darauf habe ich die Strategie ausgelegt‘, so Andreas Löwe. ‚Ich bin natürlich froh, dass alles aufgegangen ist. Seinen nächsten Start wird Lucky Lion wahrscheinlich im Prix Guillaume d’Ornano in Deauville haben‘, so der Trainer weiter. Das Gruppe II-Rennen im französischen Seebad ist mit 400.000 Euro dotiert unter richtet sich an dreijährige Hengste und Wallache.

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