Es gibt wohl niemanden, der ernsthaft bestreiten würde, dass der Arc weltweit das größte Galopprennen ist. Welches Rennen, abgesehen von den örtlichen Derbys, dann folgt, hängt sicherlich auch vom internationalen Blickwinkel ab. Australier, Japaner, Araber und Amerikaner würden vielleicht ihre größten Prüfungen anführen.
Doch die meisten Europäer dürften sich wohl für die King George Stakes aussprechen, die am Samstag in Ascot anstehen. Der Countdown läuft also, die Planungen in den Quartieren der momentan noch zehn möglichen Teilnehmer stehen vor dem Abschluss, die Spannung steigt.
Durch eine 75.000 Pfund teure Nachnennung hat Trainer Sir Michael Stoute den dreijährigen Hillstar ins Rennen gebracht: „Das ist eine kostspielige Angelegenheit, hoffentlich liegen wir richtig! Hillstar ist Bahn- und Distanzsieger, er hat diese Chance verdient. Wir glauben an ein gutes Abschneiden, deshalb sind wir dabei.“
Das tragische Aus von St Nicholas Abbey nach seiner Verletzung am Dienstag lässt natürlich alle anderen Lager mit King George-Ambitionen die sprichwörtliche Morgenluft wittern. Als weder das bekannt noch die Verpflichtung von Johnny Murtagh in trockenen Tüchern war, äußerte sich Andreas Wöhler gegenüber der englischen Fachpresse:
„Ich mag Johnny, er ist ein erfahrener Big-Point-Jockey. Bei Novellist werden die King George weitere Verbesserung einfordern. Zu sagen, er wird gewinnen, wäre vermessen, aber ich glaube an ein sehr gutes Laufen.“
An gleicher Stelle kam auch Johnny Murtagh zu Wort, wie gesagt noch in Unkenntnis der letzten Entwicklungen: „Ich wäre sehr froh, Novellist reiten zu dürfen, denn er ist ein sehr gutes Pferd mit der großen Chance auf den Sieg in einem Rennen, dass den Unterschied macht.“
Und der aktuell wieder riesig ins Geschäft gekommene 101fache Gruppe 1-Siegreiter weiter: „Es läuft bei mir aktuell sehr gut und es fühlt sich großartig an, wieder so gefragt zu sein. Royal Ascot hat mich quasi neu gestartet. Die Leute nehmen große Siege zu Kenntnis und setzen mich ganz oben auf ihre Liste.
Novellist hat mich in Saint-Cloud sehr beeindruckt, er ist grundehrlich. Anderthalb Meilen in Ascot sollten seine Vorlieben exakt treffen, er scheint mir wie gemacht für einen Triumph in genau diesem Rennen.“
Besonders die Fans, die sich bereits im Vorfeld einen Festkurs für Novellist gesichert haben, können dem Samstag-Highlight nach dem Ausfall des Favoriten erwartungsfroh entgegen sehen. Auf RaceBets.com lautet das aktuelle Angebot 50:10, mal sehen, was bis zum Start noch alles passiert.











