Der Hofer-Trumpf Zazou: Nun will er auch Paris st?rmen

Mario Hofer hat gute Erinnerungen an das Criterium de Saint-Cloud (Gruppe I, 250.000 Euro, 2000 m). Im Jahr 2004 bot er Paita in dem Top-Rennen auf und konnte für seinen Bruder Manfred sowie Albert Steigenberger, die die Stute aus Fährhofer Zucht besaßen, die Prüfung gewinnen. Am Samstag nun ist der Krefelder Coach wieder in Saint-Cloud mit einem Starter vertreten, wenn Zazou den Gruppe I-Titel holen will.

Der Shamardal-Hengst hat bislang noch nichts falsch gemacht, den vorläufigen Höhepunkt seiner Karriere erreichte er in Baden-Baden, als er das Ferdinand Leisten-Memorial gewinnen konnte. Das Auktionsrennen war mit 200.000 Euro dotiert, 100.000 Euro davon gingen an Zazou.

Seither hat sich Zazou (Foto) daheim in Krefeld weiter gut angeboten und auch die 2000 Meter-Distanz, immerhin 600 Meter mehr als in Baden-Baden, sollten für Zazou nach Pedigree zu bewältigen sein. Fest steht indes eines: Die Besetzung in Saint-Cloud wird noch einmal stärker sein als an der Oos.

Die Creme de la Creme der europäischen Zweijährigen mit Stamina trifft sich Jahr für Jahr in dieser Prüfung. Wift man einen Blick auf die Siegerliste, so findet man als Vorjahressieger Fame and Glory, einen der besten Dreijährigen Europas 2009 aus dem mächtigen Ballydoyle-Stall von Aidan O’Brien.

Fame And Glory gewann das Irish Derby auf dem Curragh, lief stets in den besten Rennen unseres Kontinents. Der Startrainer hat auch für die diesjährige Auflage noch vier Pferde im Rennen, wird mit Sicherheit die Titelverteidigung anstreben. Aber auch die französischen Ställe sollten nicht unterschätzt werden.

Allen voran natürlich jener von Andre Fabre, der mit Simon de Montfort einen bei zwei Starts noch unbezwungenen King’s Best-Sohn aufbietet. Die Godolphin-Dependance in Frankreich ist der Eigner von Simon de Montfort, dem große Hoffnungen auch Richtung Klassiker 2010 gelten.

Zudem hat auch Middleham-Coach Mark Johnston aus England mit Layali al Andalus noch einen Kandidaten im Aufgebot. Johnston ist in der Szene bekannt für seine akribische Planung bei Auslandsstarts, was er noch im Preis von Europa mit dem Sieg von Jukebox Jury unter Beweis stellte.

Der Haslling-Sohn bringt als Referenz einen zweiten Platz aus den Beresford Stakes mit. Auf dem Curragh wurde der Hengst nur vom aktuellen English Derby-Favoriten 2010, St. Nicholas Abbey, bezwungen. Der Johnston-Vertreter sollte sicher auch in Frankreich zu beachten sein.

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