Ex-Champion Filip Minarik (Foto) muss sich vermutlich in der kommenden Woche vor dem Renngericht des Direktoriums verantworten. Es geht um Vorfälle, die sich am 15. April in Frankfurt ereigneten.
Begonnen hatte es im dritten Rennen der Veranstaltung. Minarik (ritt Lukianos) war Helfenbein (auf Siziliana) in dem 1600-Meter-Rennen an der ersten Ecke in die Spur geraten.
Helfenbein soll diesen Zwischenfall der Rennleitung gemeldet haben, die daraufhin Minarik eine Strafe von 300 Euro wegen gefährlicher Reitweise auferlegte. Es soll dann in der Jockeystube von Seiten von Minarik zu verbalen Attacken gekommen sein.
Im fünften Rennen kam dann Minarik auf Fly River dem von Helfenbein gesteuerten Esparanto erneut nach wenigen Metern in die Spur – die Rennleitung sah dies nicht als gravierend an.
„Wir vom Kontrollausschuss des Direktoriums interpretieren das aber ganz anders“, sagt Harald Siemen. Im Klartext: Es wird Vorsatz angenommen. Der Rennfilm zeigt, dass Minarik sein Pferd, das nicht ganz optimal abgesprungen war, sehr energisch ins Vordertreffen schickt und Helfenbein in dem 2000-Meter-Rennen auf Tribünenhöhe in die Spur kommt.
Wie zu hören ist, hat Andreas Helfenbein aufgrund der von Filip Minarik geäußerten Drohungen auch den zivilen Rechtsweg eingeschaltet.
Minarik selbst weist die Vorwürfe hingegen vehement zurück. Der Rennleitung in Frankfurt war der vermeintliche Zwischenfall mit Fly River nicht einmal aufgefallen, erst einen Tag nach dem Rennen legte Helfenbein überhaupt erst Einspruch ein.












