Der Earl, Atempo oder Estejo: Wer siegt im Gran Premio?

Der Gran Premio di Milano,Gr.I über 2400 Meter, dotiert mit 209.000 Euro, hat schon einige deutsche Sieger gesehen. Zuletzt gewann Quijano 2009 und 2008, Senex 2004 sowie Paolini im Jahr 2001. Letztgenannter wurde ebenso von Andreas Wöhler trainiert wie Earl of Tinsdal, der am Sonntag als einer von drei deutschen Pferden an den Start kommen soll.

Der vierjährige Black Sam Bellamy-Sohn (Foto) reist mit einem vierten Rang aus dem Kölner Gerling-Preis auf die San Siro-Bahn. Sein Trainer sieht dem Start des Gutschow-Schützlings jedenfalls recht zuversichtlich entgegen.

Mit dem Start im Bauch wird das Kraftpaket unter William Buick versuchen, eine tragende Rolle in diesem Steher-Examen, in welchem bei RaceBets.com 10% Quoten-Bonus offeriert wird, zu spielen. Als zweite deutsche Spitze nimmt auch der vor Earl of Tinsdal als Gerling-Preis-Sieger empfohlene Schlenderhaner Atempo die Reise nach Mailand in Angriff.

Der Monsun-Sohn sollte ebenfalls passende Bedingungen vorfinden und wird unter seinem ständigen Reiter Adrie de Vries für Trainer Jens Hirschberger sicher genauso Beachtung bei den Wettern finden.

Für Grafenberg-Trainer Ralf Rohne wird aber auch Veteran Estejo in die Boxen einrücken. Stall Italys achtjähriger Johan Cruyff-Sohn zählt dabei wohl eher zu den Außenseitern im dreiköpfigen deutschen Aufgebot von Italiens Grand Prix-Rennen, obwohl ihm das Geläuf wohl eher entgegen kommen sollte als zuletzt. Jedenfalls sieht die Aufgabe diesmal im Schnitt noch etwas schwerer aus, besonders, wenn man an die englischen und französischen Gäste denkt, die ein harter Prüfstein für die deutschen Protagonisten werden dürften.

Agent Peter Franceschini bemerkte auf GaloppOnline.de-Nachfrage: „Joshua Tree mit Adam Kirby im Sattel kommt aus dem Quartier von Marco Botti und zählt sicher zu den besten Stehern im Feld, verfügt zudem über eine Nennung für den Ascot Gold Cup.

Dazu muss man wohl auch den Franzosen Vademar unter Christophe Patrice Lemaire aus dem Delzangles-Quartier zählen, den man vielleicht auch später im Melbourne Cup wiedersehen könnte.

Bei den italienischen Pferden sticht vielleicht der mit Gewichtsvorteilen antretende Dreijährige Vola e Va unter Dario Vargiu ins Auge. Allerdings muss sich der italienische Derbyvierte gegen die älteren Spezialisten schon gehörig steigern.

Vielleicht kann aber auch noch Quiza Quiza Quiza, eine der besten älteren Stuten Italiens aus dem Quartier von Luigi Riccardi, das Zünglein an der Waage sein. Cristian Demuro soll die Golden Snake-Tochter reiten.

Im Rahmenprogramm gibt es höchstwahrscheinlich weitere deutsche Komponenten. So bestätigte Trainer Wolfgang Figge einen Start des Big Shuffle-Sohnes Precious Fire im mit 41.800 Euro dotierten Premio Estate (1.600m). Im Sattel des Salzburg-Schützlings wird Karoly Kerekes sitzen. In der selben Meilenprüfung könnte auch Werner Glanz‘ Florenz an den Ablauf kommen, ebenso wie Proud Citizen aus dem Frankfurter Stall von Wilfried Kujath.

Ebenso hoch dotiert ist der Premio Bersaglio, eine weitere Listenprüfung, die über 1200 Meter führt. Hier muss Chartreuse nach ihrem letzten Mailand-Erfolg für das Düsseldorfer Rohen-Quartier einen gehörigen Sprung bewältigen. Im Sattel der Areion-Tochter wird Mario Esposito sitzen.

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