Das Frühjahr 2010 hat es in sich, denn auch die klassischen Rennen sind nicht mehr weit entfernt. Daher wollen wir auf dieser Seite einmal einen Einblick in die Pläne der Kandidaten für die 2000 Guineas, das Mehl-Mülhens-Rennen und das Stuten-Pendant, die 1000 Guineas, geben. Wetten können Sie auf diese Events im Übrigen schon länger auf RaceBets.com.
Konzentrieren wir uns in diesem Text auf den mit 150.000 Euro dotierten Gruppe II-Klassiker in Köln, der am 24. Mai ausgetragen wird.
Glaubt man dem aktuellen Wettmarkt, dann liegen die meisten Trümpfe in der Hand von Mario Hofer. Der Krefelder Trainer betreut in Krefeld zwei der vier Wettmarkt-Favoriten: Zazou (50:10) und Noble Alpha (Foto, 55:10) sowie den bei 120:10 notierten Kite Hunter.
Zazou machte im Vorjahr große Kasse, als er das Kölner Auktionsrennen und das BBAG-Auktionsrennen in Iffezheim mit einer großartigen Leistung unter Olivier Peslier an sich brachte. Besitzer Werner Heinz, ein Sportvermarkter aus Trier, dürfte auch vom finalen Start 2009 sehr angetan gewesen sein, denn im stark besetzten Criterium de Saint-Cloud sprang ein ausgezeichneter dritter Rang heraus. Voller Spannung wartet man nun auf die Dreijährigen-Kampagne des Smamardal-Sohnes.
Und Mario Hofer hat schon einen genauen Plan mit Zazou: „Er wird im Busch-Memorial in Krefeld laufen. Danach werden wir entscheiden, ob er das Mehl-Mülhens-Rennen bestreitet oder nach Frankreich geht.“ Das Krefelder Highlight steigt am 25. April, dort wird Zazou bei RaceBets.com als 30:10-Favorit geführt.
Die andere Top-Guineas-Waffe sollte der im Besitz des Kölner Dachfonds-Managers Eckhard Sauren stehende Noble Alpha sein.
Interessant: Der Hengst stammt wie Zazou ebenfalls von Shamardal und zeigte schon als Youngster sein hohes Format. Top-Ehrenplätze im Badener Zukunftsrennen zu dem hocheingeschätzten Engländer Hearts Of Fire und im Preis des Winterfavoriten, als er gegen den Auenqueller Glad Tiger kurz schon wie der Sieger ausgesehen hatte, machten Eindruck. Und als Fünfter im Criterium de Maisons-Laffitte hielt er sich als nur knapp geschlagener Fünfter wesentlich besser, als es das bloße Ergebnis dokumentiert.
Mario Hofer über Noble Alpha, der vor allem auf weicher Bahn in seinem Element ist: „Es ist noch offen, ob wir im Busch-Memorial laufen, denn er hatte einen kurzen Trainingsstopp. Das Mehl-Mülhens-Rennen ist mit Sicherheit ein Thema.“ Für das Grupperennen in Krefeld notiert Noble Alpha als 35:10-Co-Favorit bei RaceBets.com.
Dritte Hofer-Waffe in den 2000 Guineas könnte Stall Steigenbergers Kite Hunter sein. Mit sechs Starts war der Muhtathir-Sohn 2009 bereits sehr fleißig, wobei er bei Rang drei im Preis des Winterfavoriten einen sehr schlechten Rennverlauf erwischte. Auch im Ratibor-Rennen, das er als Vierter beendete, lief nicht alles nach Wunsch. Und im Dezember verfehlte er in Pisa einen Listen-Treffer nur hauchdünn.
Das Jahresdebüt als Fünfter im Preis der Dreijährigen in Düsseldorf fiel noch nicht berauschend aus. „Es ist noch offen, was mit Kite Hunter passiert. Einen Start in dieser Woche in Italien haben wir storniert, da er noch nicht so weit ist“, erläutert sein Betreuer.
Kaum eine Guineas-Rechnung dürfte ohne den von Peter Schiergen trainierten Ittlinger Neatico (50:10) gehen. Nach dem überzeugenden Maidensieg in Köln galt der Medicean-Sohn als Favorit im Ratibor-Rennen in Krefeld. Und mit einer imponierenden Vorstellung sicherte er sich dieses späte Grupperennen. Für das Busch-Memorial hat der Hengst keine Nennung, erhielt allerdings ein Engagement für den Prix Greffulhe, ein Gruppe II-Rennen am 8. Mai in Saint-Cloud. Möglicherweise probt er ja dort für den Kölner Klassiker.
Wie Mario Hofer ist auch Andreas Wöhler, dessen Dreijährige in bemerkenswerter Form agieren, mit zwei besonders chancenreichen Kandidaten noch im Mehl-Mülhens-Rennen engagiert: Stall Dagoberts Beagle Boy (70:10) und Rennstall Darbovens Russian Tango (75:10). Gewaltigen Eimndruck machte der Hoppegartener Erfolg von Beagle Boy vor kurzem, als er der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance ließ. Ähnlich war es schon in Baden-Baden Ende 2009 gewesen. Das Busch-Memorial wurde schon auf der Parkbahn als nächstes Ziel ausgegeben. Man darf auf den Hengst, der die Farben des früheren Gruppe-Cracks A Magicman trägt, sehr gespannt sein.
Das gilt auch für Russian Tango, der schon früh hochgehandelt wurde in seinem Erfolgsquartier. Den dritten Rang bei seinem letztjährigen Debüt hinter Neatico steigerte der Tertullian-Sohn erwartungsgemäß an Ostern in Köln, als er locker davonspazierte und allem Vertrauen gerecht wurde. Allerdings verriet er noch eine gehörige Portion Unreife. Doch sollten ihm viele Türen für die Zukunft offen stehen.
Das gilt natürlich auch für eine Reihe weiterer Kandidaten im Feld, das sicherlich auch Gäste aus dem Ausland beinhalten wird. Und wer weiß, vielleicht trumpft in einem Vorbereitungsrennen ja noch ein ganz anderes Pferd auf, das dann am 24. Mai in Köln alle Rechnungen durchkreuzt.











