Der Vergleich wird oft strapaziert, aber er ist ein allseits verständlicher Begriff: Die Rede ist vom guten Rotwein, der mit dem Alter immer besser wird. Da dies im Rennsport nicht allzuoft der Fall ist, kann man sich ihn hin und wieder bedienen. Ganz bestimmt im Zusammenhang mit Georg Baron von Ullmanns achtjährigem Tolysome (Foto).
Der achtjährige blüht in dieser Saison ein weiteres Mal auf, kann wieder auf drei Siege zurückblicken, 14 sind es nun insgesamt. Und so ganz nebenbei erfüllte der Cadeaux Genereux-Sohn im Prix Jacques Les Marois Führdienste für Manduro, wollte sich aber in Deauville auch in dieser Rolle nicht lumpen lassen und brachte Geld mit nach Hause.
Im German Tote – Europa Sprint peilt Toylsome am Sonntag in Köln seinen zehnten Listensieg an. Erstmals sitzt der französische Spitzenjockey Stephane Pasquier im Sattel des von Jens Hirschberger trainierten Hengstes. Allgemein bekannt ist, dass er in München Sieg auf Sieg landet, doch auch die Bilanz auf seiner früheren Heimatbahn kann sich sehen lassen.
Drei Starts, zwei Siege und ein zweiter Platz stehen bei seinen Kölner Einsätzen zu Buche. Erste Wahl ist in diesem Sprint auch Santiago Atitlan. Und dies aus zweierlei Gründen. Zu einem steht Santiago Atitlan als Vorjahressieger dieser Prüfung da, zum anderen kommt der Wöhler-Schützling mit der tollen Referenz eines zweiten Platzes aus der Iffezheimer Goldenen Peitsche an den Start. Eddie Pedroza wird Santiago Atitlan reiten.
Nicht minder empfohlen ist die von Waldemar Hickst trainierte Bahama Mama, die in der „Golden Whip“ Dritte wurde. Die Verpflichtung von Andrasch Starke ist ein weiteres Plus. Matrix, ein weiterer Sprinter der Extraklasse, startete erstmals für seine neue Trainerin Yvonne Vollmer. Sie buchte Andreas Suborics und wird sich sicherlich etwas ausrechnen.
Als chancenreicher Außenseiter sollte man sich vielleicht Stormiano ankreuzen. Sein Betreuer Dr. Andreas Bolte: „Es wird schwer, aber er ist ein Pferd für diese Jahreszeit.“











