Stall Kaiserbergs Bussoni (Foto), aktuell nach Gewinnsumme das erfolgreichste in Deutschland trainierte Pferd jenseits der Landesgrenzen, wird am 14. Oktober auf der Mailänder San Siro-Bahn in den Gran Premio del Jockey Club e Coppa d‘ Oro marschieren. Die Gruppe-I-Ebene führt über 2400 Meter und ist mit 340.000 Euro dotiert.
Mit dem von Hans-Albert Blume trainierten und im Prix Maurice de Nieuil in Longchamp sowie im Bosphorus Cup erfolgreichen Goofalik-Sohn hatte man ursprünglich ein anderes Ziel im Visier: „Wir wären gerne mit ihm in das Canadian International nach Toronto am 21. Oktober gegangen. Doch da gibt es eine Bestimmung in der Rennordnung, die diesen Start nun nicht zulässt“, erklärt Stall Kaiserbergs Besitzer Dietmar Dreier.
Da Bussoni Anfang September in Istanbul und somit in einem nicht EU-Land am Start war, hätte er sich bis zum Start in Kanada einem Coggins-Test unterziehen müssen. Der Test dient zum Nachweis von Antikörpern der infektiösen Anämie, dauert etwa 60 Tage.
„Das Canadian International liegt zeitlich sehr günstig. Zwei Wochen nach dem Arc und eine Woche vor dem Breeders‘ Cup sind die besten Pferde der Welt sicherlich an diesen Schauplätzen im Einsatz. Wir wären gerne mit Bussoni nach Kanada gereist, zumal ich glaube, dass es in Mailand bestimmt nicht leichter wird, als in Kanada“, fügt Dietmar Dreier an.
So orientiert man sich nun Richtung Italien, wo Hans-Albert Blume seit vielen Jahren kontinuierlich sehr gute Erfolge vorweisen kann. Der letzte Erfolg eines deutschen Pferdes im Gran Premio del Jockey Club e Coppa d‘ Oro liegt noch gar nicht lange zurück. 2004 setzte sich der von Andreas Schütz für Georg Baron von Ullmann trainierte Shirocco gegen Electrocutionist erfolgreich in Szene.
Im Sattel des späteren Breeders‘ Cup-Siegers saß im Übrigen Andreas Suborics, der nun auch wieder in Mailand der Partner von Bussoni sein wird. Mit dem Karlshofer Goofalik-Sohn hatte der amtierende Championjockey nach einem glänzend eingeteilten Rennen den Bosphorus Cup gewonnen.
So wird an diesen beiden Wochenenden im Oktober die Entscheidung fallen, ob Bussoni und/oder Quijano, der in Toronto die Canadian International bestreitet, am bislang erfolgreichsten Pferde nach Gewinnsumme, Gestüt Schlenderhans Derby-Sieger Adlerflug, vorbeiziehen können. Der Schlenderhaner hat bekanntlich bereits seinWinterquartier bezogen.











