Der Hong Kong Cup 2012. War das bitter. Ganz Turf-Deutschland fieberte mit Feuerblitz. Das ganze Land drückte die Daumen, dass der Blitz in Sha Tin einschlägt. Selten zuvor standen die Chancen im Cup so gut.
Nach dem Aus von Cirrus des Aigles sah der Cup offener denn je aus. Star-Trainer Peter Schiergen tippte Feuerblitz sogar für Rang drei und auch das Team um den Big Shuffle-Sohn war bullish.
„Unter die ersten Vier wollen wir kommen“, hieß es vor dem Millionen-Rennen aus dem Lager um den 3.000 Euro-Jährling. Mit Maxime Guyon hatte man extra einen der besten Reiter der Welt gebucht. Nichts wurde dem Zufall überlassen. Doch ausgerechnet der Franzose erwischte einen rabenschwarzen Tag.
„Dieser Ritt war eine Frechheit. Mit diesem Ritt hatte Feuerblitz überhaupt keine Chance, selbst ein Cirrus des Aigles oder California Memory hätte das Rennen nach einem solchen Rennen nicht gewonnen. Normal ist dieser Guyon eine Klasse, aber was ihn am Sonntag geritten hat, ist mir ein Rätsel“, bringt es Sport-Welt Wettexperte Olaf Schick auf den Punkt.
Der Ex-Jockey und Profi-Wetter weiter: „Das Pferd ging dafür noch lange gut und der letzte Platz wird der Leistung und den Möglichkeiten natürlich überhaupt nicht gerecht. Das kann man komplett streichen. Einfach bitter, er hätte für mich unter den ersten fünf landen können in diesem Jahr. Es hat mir an Stars im Cup gefehlt. Da war ganz klar mehr drin.“
Und was sagt Schick zu den Ex-Deutschen Irian und Autumn Gold (Ex-Auenturm), die als Dritt- und Viertletzter auf ganzer Linie enttäuschten? „Irian ist ein alter Hund, der wird schon wieder aufstehen und auch wieder gut in Hong Kong laufen. Er hat seine Sternstunden aber sicher hinter sich und einen Cup gewinnt er nicht mehr.
Bei Autumn Gold heißt es zunächst einmal weiter abwarten. Dreijährige haben es im Cup nie leicht, sind um diese Jahreszeit meist schon über den Zenit und mit Dreijährigen bei den International Races anzutreten, ist ohnehin gewagt. Auch für Feuerblitz sehe ich die Zukunft positiv!“
Und wer weiß, vielleicht sogar wieder in Hong Kong. „Wenn er 2013 ein Gruppe I-Rennen in Europa gewinnt, schließe ich eine Rückkehr nach Hong Kong nicht aus. Ob dann im Cup oder vielleicht doch in der Vase, müssen wir dann sehen“, gibt sich Trainer Michael Figge nicht geschlagen. Sein Stall-Crack ist seit Mittwochabend um 20:23 Uhr wieder in seiner Box in Riem.
„Bis auf eine kleine Verzögerung in Amsterdam, wo es einen Computerausfall gab, hat die Rückreise gut geklappt. Feuerblitz ist gut gereist, war gleich wieder an der Krippe und hat sich am Donnerstagmorgen in der Halle gut bewegt und fühlt sich gut“, berichtet der Trainer gegenüber GaloppOnline.de.











