‚Dieses Pferd hat ausreichend Speed, um auch über 1600 Meter zu gewinnen‘, wirkte Trainer Andre Fabre schon im Vorfeld äußerst optimistisch. Und der Meistertrainer aus Chantilly wusste genau, wovon er sprach, wusste auch, um die Qualitäten von Georg Baron von Ullmanns Manduro (Foto) auf der deutlich kürzeren Distanz.
Am Sonntag wurde Fabre im Prix du Haras de Fresnay – le Buffard – Prix Jacques le Marois eindrucksvoll bestätigt. Mehr als das. Manduro gewann auch auf der Meile, wie er nur wollte.
In einer Manier, die das Publikum in Deauville von den Sitzen riss, beherrschte der Fünfjährige, das aktuell beste Grasbahnpferd der Welt, in diesem mit 600.000 Euro dotierten Meilen-Event die Konkurrenz, blieb damit auch nach seinem vierten Auftritt in dieser Saison ungeschlagen und gewann das dritte Gruppe I-Rennen in Folge!
Man hatte nicht das Geringste dem Zufall überlassen: Toylsome (Johan Victoire), der eigens für 36.000 Euro nachgenannt worden war, fungierte als Pacemaker und legte eine sehr flotte Fahrt für Manduro vor, der nach seinem Ehrenplatz im Vorjahr nun den Triumph wollte und als 18:10-Favorit im kleinen Sechserfeld angetreten war.
Sofort beorderte Stephane Pasquier Manduro an die zweite Position, gemeinsam mit dem französischen Derbysieger Lawman, der sich allerdings schon in vorentscheidender Phase dieses Gerade-Bahn-Contests geschlagen geben musste und nur Letzter wurde.
Rund vierhundert Meter vor dem Ziel bekam der sensationell laufende Toylsome vorne allmählich Gesellschaft von Manduro, und auf den letzten drei- vierhundert Metern spazierte der Monsun-Sohn (nach dem Coup mit Royal Highness in den Beverly D Stakes am Vorabend in Chicago ein neuerlicher Coup für den Ausnahme-Vererber aus dem Gestüt Schlenderhan) auf und davon.
Als wären die anderen nicht da, verabschiedete sich Manduro, machte die deutschen Turffreunde damit abermals stolz und dürfte nun auf den achthundert Meter längeren Arc vorbereitet werden. Angst braucht man momentan vor keinem anderen Pferd zu haben!
Der Außenseiter Holocene (Christophe-Patrice Lemaire) arbeitete sich von weit hinten noch auf den Ehrenplatz vor vor Turtle Bowl (Christophe Soumillon), hinter dem Toylsome, der toll standhielt, sensationeller Vierter wurde und noch vor Stormy River und dem enttäuschenden Lawman blieb!
Der Richterspruch lautete drei Längen, aber es hätten auch mehr sein können, wenn Stephane Pasquier es gewollt hätte!
342.260 Euro für Manduro sowie 34.260 Euro für den treuen Toylsome werden dem Konto Georg Baron von Ullmanns nun gutgeschrieben.
Racing Manager Paul Harley erklärte: ‚Herr Fabre wollte immer dieses Rennen mit ihm gewinnen, sagt aber auch, dass er gut genug für den Arc-Sieg ist. Der Arc bleibt natürlich das große Ziel. Es ist unglaublich, wie vielfältig dieses Pferd ist.‘ Harley übernahm auch den Ehrenpreis und küsste den Pokal.
Jockey Stephane Pasquier ergänzte: ‚Manduro hat sehr beeindruckend gwonnen. Seit dem Sieg in Ascot weiß ich, dass der Arc für ihn eine sehr interessante Aufgabe ist.‘











