Vier Jahre musste das Gestüt Schlenderhan von Karin Baronin von Ullmann auf einen vollen Erfolg im Dr. Busch-Memorial, dem ersten Grupperennen der Saison in Krefeld, auf einen Volltreffer warten. Damals hatte Idealist die Gruppe III-Prüfung auf der 1700 Meter-Strecke für die Quadrath-Ichendorfer Zuchtstätte gewonnen.
Doch nach seinem ausgezeichneten Debüt vor wenigen Wochen in Frankfurt entführte nun der Tertullian-Sohn Irian dieses 50.000er in diese Renommier-Zuchtstätte.
Man hatte im Team von Trainer Jens Hirschberger nichts dem Zufall überlassen. Adrie de Vries, der künftige Stalljockey, war extra zu einem Kurz-Abstecher aus Katar eingeflogen worden. Und auf dem 56:10-Mitfavoriten in einem extrem offenen Siebenerfeld gab Irian eine absolute Gala-Vorstellung.
Es war aber auch ein Rennverlauf für Irian wie aus einem Guss. Unterwegs diktierte Sabantuy eine durchaus angemessene Fahrt vor dem englischen Gast St Moritz, dahinter sah man den 30:10-Favoriten Globus, neben dem innen Irian ideal postiert war, Querari, King of Sydney und Daring Tiger sag man auf den nächsten Positionen.
Im Einlauf war es um Sabantuy, der auf den letzten Platz durchgereicht wurde, und um den ebenso schnell abbauenden St Moritz schnell geschehehen. Kurz sprach einiges für den außen aufdrehenden King of Sydney und den außen aufziehenden Globus. Aber innen ging eine Lücke auf für Irian, der nach einigen Aufforderungen enorm anzog und sich schnell einen Vorteil verschaffte, der nie in Gefahr geriet. Eine Klasse-Vorstellung des Schlenderhaners (Video ansehen)!
‚Man wusste nicht so genau, was sein Maidensieg wert war, Irian hat nun unsere Erwartungen mehr als erfüllt‘, erklärte Jens Hirschberger. ‚Beim letzten Mal vermutete Filip Minarik, dass es nicht viel weiter als 1600 Meter gehen dürfe, Adrie de Vries sagte heute bei 1700 Metern, dass er auch längere Strecken schaffen würde. Eigentlich waren die 2000 Guineas unser Ziel, aber vielleicht geht er ins Bavarian Classic.‘
Mit tollem Schlussakkord schob sich der Ammerländer Daring Tiger vom letzten noch auf den zweiten Rang und kam damit an dem stark laufenden King of Sydney, vorbei. ‚Daring Tiger ist für den zweiten Start super gelaufen, er wird jetzt über weitere Wege starten‘, sagte Peter Schiergen. Mario Hofer, der Betreuer von King of Sydney, erläuterte: ‚Er war anfangs sehr eifrig, sollte zumindest bis 2000 Meter kommen.‘
Der Favorit Globus stand aus bester Lage nicht durch, konnte beim ersten Saisonstart nicht ganz an die Form aus dem Preis des Winterfavoriten anknüpfen und wurde nur Vierter. ‚Es hat noch Kondition gefehlt, denn mit Ausnahme von Kong of Sydney waren ausschließlich Pferde vor ihm, die schon gelaufen waren. Ich freue mich auf das Mehl-Mülhens-Rennen‘, versicherte Uwe Ostmann. Querari war nie besonders gefährlich und musste erst einmal Grenzen bekennen.











