Am Sonntagmorgen veranstaltete in Hong Kong wieder Sha Tin, wo ein Gruppe III-Highlight im Mittelpunkt einer Elf-Rennen-Karte stand. Im Rahmenprogramm waren auch wieder Andreas Schütz und Andreas Suborics aktiv, wobei der Jockey mehr Chancen und letztlich auch die bessere Ausbeute hatte.
Fast 100.000 Zuschauer waren am chinesischen Neujahrs-Termin zugegen. Dementsprechend zufrieden äußerte sich auch Winfried Engelbrecht Bresges, der deutsche Chef des Hong Kong Jockey Clubs:
„Das war bei gutem Wetter mehr als wir erwartet haben. Der Umsatz war wie im Vorjahr, aber diesmal beobachteten mehr Zuschauer auch die Rennen, die hauptsächlich wegen unserer vielen Aktionen im Nebenprogramm gekommen waren. Die Atmosphäre war großartig und ein exzellenter Start ins chinesische Jahr des Pferdes.“
Auf dem grünen Rasen konnte Andreas Suborics mit Oscar Miracle für Trainer P. F. Yiu das zur Klasse vier gehörende Lucky Star Handicap an sechster Stelle im Programm gewinnen. Der Mitfavorit setzte sich über 1.400 Meter für 56:10 durch.
Aus Box zwei heraus konnte Suborics seinem Partner im Vordertreffen ein perfektes Rennen servieren. Erst an der letzten Ecke verließ er die innere Spur und bekam den lange führenden Heart Wood auf den letzten 50 Metern in den Griff.
Der Pilot musste auf den allerletzten Metern auch noch Amazing Always vorbeilassen, der für den Sieg etwas zu spät kam. Halbe Länge – halbe Länge lautete der Richterspruch, doch etwas knapper war es wohl schon.
Zwei Rennen später gab mit Akeed Mofeed der amtierende Sieger des Hong Kong International Cups sein Jahresdebut. Der Dubawi-Sohn aus der von Baron Georg von Ullmann gezogenen Tiger-Hill-Stute Wonder Why gab sich als Favorit keine Blöße, auch wenn es im Ziel höllisch knapp war.
Für 24:10 hatte Douglas Whyte die Centenary Vase über 1.800 Meter auf dem Fünfjährigen wie immer im Hintertreffen ruhig angehen lassen. Von sechster Stelle aus fand der vielfache Hong Kong-Champion an der letzten Ecke sofort eine Passage zum Angriff.
Noch weiter hinten war Mirco Demuro mit Ashkiyr auf die Gerade gekommen und versuchte Akeed Mofeed zu folgen, der vielleicht etwas zu früh nach vorne gelangt war. Jedenfalls schien der Gruppe I-Sieger ein wenig den Ehrgeiz zu verlieren, aber das Ziel stand für ihn richtig.
Demuro kam immer näher, aber gut erkennbar nicht mehr vorbei, so dass es auch hier ein wenig überraschen musste, dass das Zielfoto den Richtern offenbar nur eine Nase Vorsprung zeigte. Dritter von zehn wurde eine gute Länge zurück Same World.
Der Sieger hat den Dubai World Cup Carnival auf der Agenda, wo er am World Cup-Tag Ende März sowohl im World Cup als auch im Duty Free antreten könnte. RaceBets.com bietet ihn in seinen Langzeitmärkten für 150:10 im höchstdotierten Rennen der Welt an, während er im Dubai Duty Free 60:10 steht. (Zum Langzeitmarkt)
Bereits am Samstag war mit Adrie de Vries ein anderer zumeist in Deutschland tätiger Jockey in Meydan aktiv, wo ein nicht zum Carnival gehörender Renntag anstand. Und wie so oft fuhr der Holländer nicht ohne Sieg von der Bahn, nachdem er für Scheich Mohammeds Sohn Scheich Hamdan jr. mit Zurbriggen das eröffnende Maidenrennen gewonnen hatte. Seine zahlreichen Fans besonders hierzulande wurden mit 110:10 auf Sieg belohnt.











