Zwei deutsche Stuten starteten am Sonntag in Rim im Premio Lydia Tesio (264.000 Euro) der Gruppe I über 2000 Meter. Doch Ferdinand Leves Daytona Bay und die von Waldemar Hickst vorbereitete Nymeria hatten nichts mit der Entscheidung zu schaffen. In einem schnell gelaufenen Rennen sah man Alex Pietsch auf Nymeria zunächst an fünfter Stelle, doch im Einlauf konnte die Stute des Stalles Grafenberg nicht weiter zulegen. Am Ende war es Rang sechs. Einen Rang davor passierte Daytona Bay die Linie.
Anthony Crastus hielt die Motivator-Tochter an letzter Stelle. Im Einlauf machte die Fünfjährige dann noch einige Plätze gut. Der Sieg in diesem Rennen ging an Adrie de Vries und die von Karl Burke trainierte Odeliz (21:10), mit der de Vries in diesem Jahr bereits das Franz Günther von Gaertner-Gedächtnisrennen und den Prix Jean Romanet gewinnen konnte. „Sie ist nicht gerne lange in der Startbox, deswegen wird sie heute als letztes Pferd einrücken“, sagte Karl Burke vor dem Rennen in Anspielung auf den Prix l’Opera, als Odeliz 13. wurde und zuvor lange in der Maschine warten musste und unruhig wurde.
Und diese Maßnahme ging auf. Zwar war die Falco-Tochter in der Anfangsphase sehr heftig, doch im Einlauf war sie zur Stelle und der zweite Gruppe I-Sieg der in Besitz von Barbara Keller stehenden Stute war nur noch Formsache, auch wenn es zum Ende noch mal knapp wurde, da Sound Of Freedom und Via Pisa noch mächtig schnell wurden. Odeliz wird ihren nächsten öffentlichten Auftritt während der Tattersalls December Mare Sale haben, wo die zweifache Gruppe I-Siegerin eine der Highlights im Ring sein dürfte.
Für Adrie de Vries geht die europäische Saison somit mit einem Top-Treffer zu Ende. Kommende Woche macht sich der Niederländer auf den Weg nach Katar, wo er bis ins Frühjahr hinein reiten wird.
Im ersten Rennen der römischen Veranstaltung belegte Michael Figges Dreijähriger Shutterbug im mit 41.800 Euro dotierten Premio Conte Felice Scheibler über 2000 Meter einen hervorragenden zweiten Platz auf Listenparkett.












