Er hatte die Generalprobe in Dubai gewonnen wie ein ‚Stier‘. Nun trumpfte De Kocks Musir auch in den 2000 Guineas auf. Im Klassiker stand der Gast aus Südafrika rechnerisch sogar noch günstiger im Rennen, so dass seine exponierte Favoritenstellung alles andere als eine Überraschung war. Schließlich bezog Musir als 20:10-Favorit die Boxen.
Wieder mit Christophe Soumillon im Sattel, war der de Kock-Schützling in dieser Gruppe-III-Prüfung zunächst in hinteren Regionen auszumachen, doch zuur Stelle, als im letzten Boden die Pace strammer wurde. Außen tauchte der Favorit mühelos in vorderer Linie auf.
Bis zur alles entscheidenden Attacke ließ sich der französische Spitzenjockey, der während des Dubai Carnival Meetings für das südafrikanische Topquartier so oft wie möglich in den Sattel steigt, noch etwas Zeit. Doch was er in den Händen hatte, dies konnte man freilich vermuten.
Als Soumillon auf den berühmten Knopf drückte, war Musir nicht zu bremsen. Locker, ohne jeglichen Stockeinsatz seines Steuermanns, zog der 20:10-Favorit dem Feld davon. Es war eine beeindruckende Gala des rein australisch gezogenen Pferdes. Auf Rang zwei folgte – wie bei der Generalprobe – der Godolphin-Vertreter Frozen Power vor dem Chilenen Della Barba und Solid Choise,somit einem Trainingsgefährten des Siegers. (Video ansehen)
Vor zwei Wochen hatte Godolphins Allybar den für nahezu unschlagbar gehaltenen Presvis auf der Tapeta-Bahn in Grund und Boden galoppiert. Nun trumpfte der in Frankreich dreimal erfolgreiche King’s Best-Sohn aus der Wertheimer Zucht im Al Maktoum Challenge R2 und somit auf Gruppe-III-Ebene auf. Nach einem frühen Vorstoß war die 110:10-Chance unter dem jungen Ahmed Ajtebi auch in der Lage, den enorm Tritt fassenden Favoriten Crowed House aus dem englischen Stall von Brian Meehan knapp, aber sicher auf Distanz zu halten. Mit Calvados Blues kam auf Rang drei ein weiterer Godolphin-Vertreter über die Linie. (Video ansehen)
Mit dem sechsjährigen Frosty Secret hatte Mike de Kock bereits die erste Prüfung des Dubai-Renntags für Vollblüter gewonnen. Auf der 50:10-Chance saß Kevin Shea. Die große Godolphin-Form während des laufenden Dubai Carnival Meetings hielt auch an diesem Donnerstag.
Jeweils mit Frankie Dettori im Sattel siegten die ‚Boys in Blues‘ ferner mit Emirates Champion im Naaqoos Handicap sowie Sirocco Breeze im Nayef Handicap. Hier zahlte der Toto immerhin noch 70:10 auf einen Dettori-Treffer.
Und auch die abschließende Prüfung ging an Godolphin. Durch Calming Influence an die zweite Farbe, die Ahmed Ajtebi auf seinem zweiten Tagessieger ritt. Frankie Dettoris Ritt Sovereign Remedy nahm am Rennen kurzfristig nicht teil. Der Mitfavorit wurde an der Startstelle reiterlos und entlief. Der Röttgener Aspectus hatte das Feld in diesem abschließenden Handicap in den Einlauf gebracht. Dort verschaffte sich der jetzt von Jamie Osborne trainierte Spectrum-Sohn sogar noch etwas Luft, am Ende sprang ein respektabler vierter Rang unter Höchstgewicht heraus. (Video ansehen)
Mächtig Eindruck hinterließ in Meydan erneut der Noseda-Schimmel Learhurst, der unter Ryan Moore im Flieger-Handicap am Ende spazieren ging. Susan Roys vierjähriger Verglas-Sohn war bei seinem erst sechsten Rennbahnauftritt zum vierten Mal nicht zu bezwingen.











