Es rasselte nur so von Super-Gruppe-Rennen am Final-Super-Thursday auf der Nad Al Sheba-Rennbahn in Dubai. Neben Quijanos Comeback stand der Auftritt von Asiatic Boy im Focus. Der letztjährige Zweite zu Curlin im Dubai World Cup war in dieser Saison bei zwei Starts in Dubai noch unter seiner Bestform geblieben. Doch diesmal machte der Rennkommentator die klare Ansage: ‚The Boy is back!‘
Je weiter es in der Al Maktoum Challenge über 2000 Meter ging, desto leichter löste sich der de Kock-Schützling von Happy Boy, der zuletzt noch vor Asiatic Boy über die Linie gekommen war. Mit Johnny Murtagh im Sattel empfahl sich Asiatic Boy für den Dubai World Cup, denn man kann davon ausgehen, dass der sechsjährige Not For Sale-Sohn bis Ende März noch weiter zulegen wird (Video ansehen).
Damit hatte der südafrikanische Spitzentrainer Mike de Kock nach Front House einen weiteren Big Point am Finaltag des Dubai Racing Carnival gelandet. Wie auch im Dubai City of Gold stellet er auch in der über 2000 Meter auf Dirt ausgetragenen Al Maktoum Challenge den drittplatzierten, als Art of War die große Godolphin-Hoffnung Kirkless auf Platz vier verdrängte.
Der letztjährige UAE 2000 Guineas und Derby-Sieger Honour Devil stand im Vorfeld zum Burj Nahaar – Intidab (Gr.III – 1600 – Sandbahn) ebenso im Mittelpunkt wie aus deutscher Sicht der frühere Ullmann-Hengst Echoes Rock, der hier vor zwei Wochen auf Gras eine starke Vorstellung gegeben hatte und als Zweiter über die Linie gekommen war.
Honour Devil und somit der Schützling von Mike de Kock hatte am gleichen Renntag mit einem dritten Rang eine doch eher ernüchternde Vorstellung gegeben. Dennoch stand er erneut in klarer Favoritenrolle, passierte aber auch diesmal nicht als Sieger die Linie. Johnny Murtagh schickte Honour Devil früh an die Spitze, wo der Favorit auch bis weit in den Einlauf das Sagen hatte.
Doch als Hamdan Al Maktums Snaafi unter Stalljockey Richard Hills zweihundert Meter vor der Linie so richtig auf Touren kam, musste auch Honour Devil passen. Snaafi, ein fünfjähriger Kingmambo-Sohn, hatte bereits während des diesjärhigen Dubai Racing Carnivals zwei Handicaps auf sein Konto gebracht, nun gelang dem Muhairi-Schützling sogar der Sprung auf Gruppe-Ebene. Hinter Honour Devil kam Green Coast, der durchaus dem weiteren Favoritenkreis zuzuordnen war, auf Rang drei. Echoes Rock spielte bei seinem Erstauftritt auf Sand keine Rolle, trudelte abgeschlagen über die Linie. Der Sieger Snaafi zahlte 90:10 auf Sieg (Video ansehen).
Für das Godolphin-Team begann der Renntag verheißungsvoll, als die „Boys in blues“ durch City Style und Liberation im Meydan Classic über 1500 Meter eins-zwei waren. Frankie Dettori hatte die richtige Wahl getroffen und saß auf dem siegreichen 20:10-Favoriten (Video ansehen). Eine halbe Stunde später im Mahab Al Shimaal – Dayjur, eine über 1200 Meter führende Sandbahnprüfung auf Gruppe-III-Ebene, nach Papierform alles auf einen Zweikampf zwischen Godolphins Diabolical und dem südafrikanischen Gast Big City Man hinaus zulaufen. Doch es sollte anders, wenngleich am Ende der Sieger erneut den Godolphin-Dress trug.
Doch nicht der unter Frankie Dettori gerittene und hoch gehandelte Diabolical, sondern Gayego setzte unter Ted Durcan am Ende die Akzente. Mit einer fulminanten Schlussattacke schoss der vierjährige Gilded Time-Sohn außen an den Rails heran und schnapte Big City Man den Erfolg vor der Nase weg. Dritter wurde Diabolical und somit der Trainings- und Stallgefährte des Siegers (Video ansehen).
Gayego, der für 90:10 zum Zuge kam, hatte im letzten Jahr das Kentucky Derby und in die Preakness Stakes bestritten, spielten aber in beiden Hochkarätern keine entscheidende Rolle. Nun sattelte ihn erstmals Saeed Bin Suroor nach einer Pause seit Ende November, als er in Hollywood Park in einem Verkaufsrennen zum Zuge gekommen war.
Allerdings hatte sich Gayego im April letzten Jahres mit dem Erfolg im Arkansas Derby (Gr.II) schon einen Namen unter seinem Jahrgang verschafft.










