Als der Longchamp-Toto am Sonntagmorgen aufmachte, traute man seinen Augen nicht. Denn während Eröffnungskurse in Deutschland auf Grund des geringen Volumens noch stark schwanken können, sind sie in Frankreich ein klarer Indikator.
Mit 11:10 eröffnete Deep Impact! Sie haben richtig gelesen. 11:10 im wichtigsten Rennen der Welt, dem Prix de l’Arc de Triomphe. 11:10 in einem Rennen gegen Superstars wie Hurricane Run und Shirocco.
Diese beiden standen noch zur Mittagsstunde über 100:10. Als sich die Boxen zum Arc dann öffneten, notierte Deep Impact 14, Hurricane Run 51 und Shirocco 54:10. In ganz Europa waren Shirocco und Hurricane Run seit über drei Monaten nicht mehr zu solchen Kursen zu wetten!
„Die Japaner haben alles durcheinander gebracht. Sie haben nur darauf gewartet, bis der Toto öffnet und haben dann ein Vermögen auf Deep Impact gesetzt. Es war ihnen egal zu welchem Kurs. Sie wollten nur ihren Star wetten“, wird ein Sprecher einer großen englischen Buchmacherkette zitiert.
1,6 Millionen Euro der rund 3 Millionen Euro im reinen Sieg-Pool von PMU waren auf Deep Impact. Dadurch notierte der Arc-Sieger Rail Link bei sage und schreibe 246:10! In ganz England konnte man diesen nicht für einen Kurs von über 100 bekommen. Doch die Wetter kriegten Wind von den Differenzen, wetteten die vermeintlichen PMU-Außenseiter zum Bahnkurs und sahnten die Super-Quoten ab.
„Deep Impact war bei uns Buchmachern in England das am höchsten gewettete Pferd in der Geschichte des Arc. Er hätte die Industrie knapp 10 Millionen Euro gekostet. Es wäre somit ein perfekter Ausgang für uns gewesen. Doch viele kleine Wetter haben auf Grund der Totokurse die Außenseiter gewettet, was noch einmal Millionen gekostet hat“, heißt es von englischer Buchmacherseite weiter.
Die Japaner sorgten auch in Longchamp selbst für einen neuen Umsatzrekord. So flossen 3,1 Millionen mehr als im Vorjahr durch die Wettkassen. Insgesamt wurden allein auf der Rennbahn am Sonntag 4,9 Millionen Euro im Arc umgesetzt.











