Das Warten hat ein Ende: Am Sonntag öffnet die Rennbahn in Neuss nach anderthalb Jahren Pause endlich wieder ihre Pforten. Und nach der Umbaupause geht es mit vollen Akkorden los. So richtig in seinem Element ist hier der von Guido Speiser im Südwesten vorbereitete Feelin Irie.
Allerdings wäre es verfehlt, den Key of Luck-Sohn nur als Sand-Pferd zu umschreiben, denn nach zwei Treffern auf der Allwetterbahn landete er auch drei Punkte auf Gras. Ein echter Allrounder also, der von der Spitze aus seine besten Rennen läuft. Ein Unterfangen, dass gerade auf dem wendigen Kurs am Hessentor oft zum Erfolg führt.
Am Sonntag bestreitet Feelin Irie den Ausgleich III über 1100 Meter, was bei seiner enormen Antrittsschnelligkeit ideal scheint. Doch die Gegner stehen in diesem tollen Handicap Schlange, in Gestalt von Pedroza-Ritt Action Lion, der auf Gras gut gesteigert ist, dem frischen Baden-Sieger und Minarik-Chance Patros aus Tschechien und vielen anderen mehr.
Neben dem Zweijährigen-Rennen sollte man besonders das 1100 Meter-Altewsgewichtsrennen ins Visier nehmen. Denn hier kommt mit dem von Wilfried Kujath trainierten Sacho ein besonders hochklassiger Flieger an den Ablauf. Zuletzt konnte sich das Ass des Stalles Saarbrücken auf gehobener Ebene nicht mehr so richtig bemerkbar machen. Unter Eduardo Pedroza sollte es hier deutlich einfacher aussehen.
Auch die weiteren Prüfungen versprechen viele Anreize für die Wetter, die eine Mammutkarte erwartet, wobei neben einem römischen Wagenrennen der von Wetten Sieberts gesponserte Kamel-Cup vorgesehen ist. Erstmals tritt auch das Gestüt Röttgen in Neuss als Sponsor auf.
Der 7,5 Millionen Euro teure „Rennbahn-Park“ wird eröffnet, trotz aller Probleme mit dem Geläuf, die es vor einer Woche gab. Darauf dürfen sich die Galoppfans freuen.











