Als französisches Derby gilt der Prix du Jockey Club in Chantilly, dessen Distanz vor Jahren auf 2.100 Meter reduziert wurde. Dafür kommen fünf dreijährige Hengste aus deutschen Quartieren sowie die in Frankreich für deutsche Besitzer trainierten Mr Pommeroy und Golden Guepard in Frage.
Bei Letzterem handelt es sich um einen ungeschlagenen Ammerländer von Hurricane Run aus der klassisch platzierten Gruppe I-Siegerin Grey Lilas. Andre Fabre ist der Betreuer des zweifachen Siegers, dessen Halbschwester Golden Lilac sogar beide französischen Stuten-Klassiker gewinnen konnte.
Der Braune hat zuletzt auf B-Niveau gewonnen, während Rupert Plerschs Mr Pommeroy Anfang des Monats in Cagnes bereits auf A-Level zum Zuge kam. Er wurde von Henri-Alex Pantall eingeschrieben, während der in Newmarket stationierte Marco Botti den bisher einmal in England viertplatzierten Norab angegeben hat. Für diesen Halbbruder von Night Magic zahlte Besitzer Marc Keller als Jährling in Newmarket 260.000 Guineas, sicher auch, weil der Etzeaner ein Sohn von Galileo ist.
Auf F-Niveau die Maidenschaft abgelegt hat zuletzt Michael Figges Invillino, der für den Münchener Trainer auf den Spuren seines letztjährigen Starters Superplex wandeln soll. Wie er brauchte auch der Ittlinger Lindaro drei Anläufe bis zum aktuellen ersten Treffer und könnte am 1. Juni in Chantilly von Peter Schiergen gesattelt werden.
Jens Hirschberger hat außer Darius Racings Sahand, der auch für die französischen 2.000 Guineas in Frage kommt, noch Stall Fürstenhofs Wild Chief genannt. Der Doyen-Sohn konnte Mitte Oktober in Köln einigen Eindruck hinterlassen, wo er sich sofort beim Debut durchsetzen konnte.
Das war bereits im August in Deauville Mario Hofers Stillman gelungen, der weiterhin vom Krefelder Trainer vorbereitet noch drei Start in den Farben von Eckhard Sauren absolvierte. Nach zwei Gruppe III-Platzierungen könnte der Vespone-Sohn Anfang November schon über den Berg gewesen sein, als er in Saint-Cloud als Gruppe I-Vierter zu Ectot die rote Laterne über die Linie trug.
Ectot ist natürlich ebenfalls genannt worden, genauso wie weitere französische Gruppe I-Sieger wie Karakontie oder Prince Gibraltar. Auf Grund der geforderten verlängerten Mitteldistanz darf man auch fest mit hochdekorierten Starten aus England und Irland rechen, denen zu Hause nicht ganz das nötige Stehvermögen für Angriffe in ihren heimischen Derbys über 2.414 Meter zugetraut wird.
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