Am Sonntag starten sowohl in Hoppegarten als auch in Krefeld nicht nur im Dr. Busch Memorial diverse Dreijährige, denen in ihren großen Quartieren große Hoffnungen gelten. Um wie geplant die klassische Route einzuschlagen, müssen sie besonders in den Sieglosenrennen sofort Trumpf bedienen.
Die meiste Aufmerksamkeit verdient natürlich das Dr. Busch Memorial auf Gruppe III-Niveau in Krefeld. Wie hier bereits berichtet, kommt es im Stadtwald zum elektrisierenden Duell zwischen dem als Youngster so überaus beeindruckenden Wake Forest und dem vorläufigen Champion seiner Generation, dem Winterfavoriten Limario.
Beide haben dem Jahrgang bisher ihren Stempel aufgedrückt und stellen sich fünf Herausforderern. Nicht dazu gehört der Novellist-Halbbruder Nuntius, der wie die Genannten in mehreren Langzeitmärkten für die großen Jahrgangsrennen ganz weit oben rangiert, seit er bei seinem aktuellen Debutsieg dem späteren Gruppe III-Sieger Flamingo Star keine Chance ließ.
Sein Trainer Andreas Wöhler stellt ihn in Hoppegarten vor eine auf dem Papier leichtere Aufgabe, in der bereits 2.000 Meter zu bewältigen sind. Neben seinem Trainingsgefährten Wild Hunter trifft er auf den ebenfalls versprechend gezogen Hickst-Schützling Blues Wave.
Eine hochaktuelle Abstammung hat in diesem Rennen auch der Kleinkorres-Hengst Stürmer als vom Shootingstar-Stallion Soldier Hollow gezogener Halbbruder des frischen Listensiegers Shoshoni. Nuntius‘ Hauptgegner ist auf dem Papier aber zunächst der Lokalmatador Nordvulkan, der zweijährig erst zu sehr guten Gegnern Dritter wurde, bevor er sich leicht der Maidenschaft entledigte.
Zuvor treten in Berlin dreijährige Stuten auf den Plan, von denen besonders Lumumba und Quilita nach Abstammung und Nennungen große Erwartungen tragen. Erstere stammt von Footstepsinthesand aus der Listensiegerin La Dane von Danehill, die sich als Zuchtstute bereits als Mutter der Gruppe III platzierten Listensiegerin Lagalp einen Namen gemacht hat.
Lumumba hält wie auch die Fährhoferin Quilita eine Diana-Nennung, die als eines der letzten Produkte des Danedream-Vaters Lomitas auf der Rennbahn erscheint. Ihre Mutter stammt vom Snow Fairy-Vater Intikhab und ist eine nicht gelaufene Halbschwester des legendären Quijano.
In Krefeld steht die Peintre Celebre-Tochter Artemisia nach zwei Ehrenrängen als Zweijährige zum Sieg. Ihre Desert King-Mutter lief listenplatziert, für Artemisia hat ihr Trainer Peter Schiergen neben der Diana auch noch die 1.000 Guineas auf der Agenda.
Sie wird wohl klare Favoritin, während die korrespondierende Prüfung für Dreijährige mit mehr Stehvermögen sehr viel offener erscheint. Empoli erneuert hier über 2.200 Meter sein Duell mit Saint and Sinner, den er am Karfreitag in Bremen mit einer dreiviertel Länge Vorsprung auf Rang drei verweisen konnte, als der im Gegensatz zu ihnen schon gelaufene Orsello überraschend leicht gewann.
Beide Hengste werden für große Besitzer von Spitzentrainern vorbereitet und dürften stark dazugelernt haben. Derby-Nennungen wurden aber auch für den Debutanten Arrabiato und Magaluf aufrecht erhalten, der beim Jahresdebut nur den überlegenen Schulz vor sich dulden musste und dementsprechend auch bald gewinnen dürfte.
Doch damit nicht genug, denn es laufen auch noch zwei weitere Debutanten, deren Abstammungen „zum niederknien“ nötigt: Ay No Digas stammt von Singspiel aus der klassischen Siegerin Almerita von Medicean und könnte ein weiterer Trumpf im qualitätvollen Dreijährigen-Lot von Dr. Christoph Berglar werden.
Im Blut steht ihm aber die Röttgener Silvano-Tochter Wild Silva nicht nach, deren Sternkönig-Mutter Wild Side ebenfalls auf Gruppe II-Niveau triumphierte. Dieses Format hat sie bereits auch als Zuchtstute erreicht, nachdem sich ihre Shirocco-Tochter Wild Coco zuletzt Mitte September nach einem Gruppe III-Erfolg in England auch in der Gruppe II durchsetzten konnte.
Etwa zeitgleich wurde Wild Silvas andere Halbschwester Wilddrossel 2012 zweimal Gruppe III-Dritte und lief dabei zuletzt im St. Leger klassisch platziert. So etwas ist allen Genannten sicher auch zuzutrauen, den Grundstein dafür können am Wochenende natürlich auch andere dreijährige Starter legen, die hier nicht erwähnt wurden.











