In knapp zwei Wochen geht es wieder los, dann verwandelt sich das kleine, beschauliche Städtchen Cheltenham im Westen Englands für vier Tage zum Nabel der Turf-Welt. Genauer gesagt der Welt des Hindernissports, denn vom 10. bis zum 13. März werden sich die besten Hindernispferde der Welt in zahlreichen außergewöhnlichen Rennen messen.
Doch es sind nicht nur die Rennen, auch die Stimmung, die man erlebt haben muss, wenn beispielsweisewahre Horden von Iren wie ein Bienenschwarm in die Stadt einfallen, die Pubs zum Überlaufen bringen und auf der Rennbahn richtig Theater machen. Das absolute Highlight des Festivals ist am Finaltag der Cheltenham Gold Cup, der wie im letzten Jahr zu einem Festival von Top-Trainer Paul Nicholls werden könnte.
Vor zwölf Monaten war er in diesem Rennen, das mit rund 270.000 Pfund für den Sieger dotiert ist, mit Denman, Kauto Star und Neptune Collonges eins-zwei-drei. Und auch in diesem Jahr steht dieses Trio auf den ersten drei Plätzen im Wettmarkt. Doch nach seiner Herzerkrankung und der Niederlage beim Comeback ist Denman nur noch zweiter Favorit, während der im Vorjahr von ihm entthronte Kauto Star mit einem Kurs um 27:10 bei den Buchmachern derzeit das am kürzesten angebotene Pferd ist.
Champion Hurdle (Dienstag), Queen Mother Champion Chase (Mittwoch) und World Hurdle (Donnerstag) sind die weiteren Highlights an den vier Cheltenham-Tagen, an denen natürlich auch wieder zahlreiche Pferde aus deutscher Zucht an den Start kommen. Einziger Starter aus einem deutschen Stall wird der von Christian von der Recke trainierte Der Spieler sein, der für das Triumph Hurdle, das wichtigste Hürdenrennen für die Vierjährigen, am Finaltag vorgesehen ist.
Der Singspiel-Sohn, der bei seinem Hürden-Debüt im Dezember in Kempton guter Dritter wurde, gilt aber als Riesenaußenseiter. Bei der Internet-Plattform „Betfair“ kann man ihn für einen Kurs von 6200:10 (!) wetten.











