Am Sonntag kehrt Prince Flori (Foto) an die Stätte seines bislang größten Triumphes zurück, bestreitet den 36. Großen Mercedes-Benz-Preis (Gruppe II, 90.000 Euro, 2200 m), das Top-Event am Schlusstag des Frühjahrs-Meetings. Neu ist nur der Jockey.
Denn wegen der verletzungsbedingten Pause von Filip Minarik schwingt sich nun Adrie de Vries erstmals in den Sattel von Prince Flori, der beim Saisondebut im Gerling-Preis mit viel Speed noch dicht bei Saddex (zieht eine Aufgabe in Frankreich vor) und Bussoni (gewann am vergangenen Samstag das Betty-Barclay-Rennen) landete.
Rehabilitation ist für Schiaparelli angesagt, denn der Derbysieger des Vorjahres hat seine Anhänger bei seinen letzten drei Starts zweimal sträflich im Stich gelassen.
Das war im „Großen Preis“ in Iffezheim im vergangenen Jahr und auch beim Saisondebut in Köln, wo er im Gerling-Preis völlig von der Rolle schien. Rätselhafte Vorstellungen, „die ich mir in beiden Fällen bis heute nicht erklären kann“, so Trainer Peter Schiergen.
Zum ersten Mal in dieser Saison kommt der Schlenderhaner Arcadio (Terry Hellier) heraus, der vor zwölf Monaten hier groß auftrumpfte, im Zuge der großen Stallform von Jens Hirschberger beim Einstand für den neuen Coach gleich eine tragende Rolle spielen könnte.
Im Quartett der Favoriten (aus Deutschland fehlen nur wenige Cracks, leider glänzen die Ausländer durch Abwesenheit) verdient auch Stall Reckendorfs Egerton viel Aufmerksamkeit, nicht zuletzt gibt Peter Raus Stalljockey Torsten Mundry auf dem Sieger des Jaxx-Grand Prix Aufgalopps sein Comeback nach mehrwöchiger Abstinenz (Schulterverletzung).
Rau könnte außerdem den Ittlinger Donaldson (Andreas Suborics) aufbieten, der im Gerling-Preis als Vierter vorne lange stand hielt. Doch gilt der Lando-Wallach wie sein Vater nals Spezialist für guten Boden, dehn er nach den heftigen Regenfällen dieser Tage in Baden-Baden kaum antreffen wird.
Der Lokalmatador Mohandas (Jean-Pierre Carvalho) wäre nach Platzierungen auf diesem Kurs fällig für einen Gruppe-Sieg, doch ob es in dieser Gesellschaft reicht, ist doch nur schwer vorstellbar.
In einem Münchener Altersgewichtsrennen landete er hinter Poseidon Adventure (Benjamin Clös), der nach einer Verletzungspause von fast einem Jahr schnell wieder Anschluss gefunden hat. Der England-Import von Wolfgang Figge muss natürlich hier Trumpf bedienen. Das gilt auch für Expensive Dream (Rastislav Juracek), der schon mehrfach Grenzen bekennen musste.
Neun Rennen gibt es zum Abschluss an der Oos, darunter die „Wettchance des Tages” mit 55.000 Euro Gewinnsumme! Im Badener Jugend-Preis starten die Zweijährigen in die Saison. Die Flemington Trophy und das Iffezheimer Jagdrennen sind die weiteren Highlights.











