Das Comeback: Karl Demme meldet sich wieder zur?ck

Das Kontingent der Hannoveraner Trainer wird ab der Saison 2009 um ein Mitglied erhöht. Mit Beginn des neuen Jahres zählt auch wieder Karl Demme zum Kreis derer, die in der niedersächsischen Hauptstadt Pferde trainieren. Nach elfjähriger Pause und 118 Siegen auf beiden Gebieten nimmt der 53-jährige damit wieder aktiv am Renngeschehen teil.

„Es juckt ja doch immer ein bisschen“, erklärte Demme, der nach seinem Rückzug im Jahr 1998 eine Wirtschaft ganz in der Nähe der Rennbahn führte und somit immer Kontakt zum Rennsport hatte.

Die Einführung des Rauchverbots nennt er als einen ausschlaggebenden Grund, aus der Gastronomie auszusteigen und in seinen früheren Beruf zurückzukehren. Damals war er beim Stall Silbersee angestellt, der dann auch seinen Stall komplett übernahm, als feststand, dass Demme aus dem Sport aussteigen würde.

Als letzten Sieger hatte er am 25. April 1998 den vierjährigen I‘ m the Hope abgesattelt, der auf dem Mülheimer Raffelberg in leichter Manier ein Rennen für Sieglose gewann. Der Hengst startete ebenso für den Stall Silbersee wie der einen Monat zuvor erfolgreiche Nanini, mit denen die letzten Sieger des Trainers Karl Demme genannt sind.

Als größter Erfolg der 1984 begonnenen Karriere gilt der Sieg von Versasca, die im Jahr 1994 unter Jockey James Nooney mit dem Preis von Berlin in Iffezheim ein Listen-Rennen auf der Jagdbahn gewann. In guter Erinnerung sind aber auch Pferde wie Moneypower und Meerfels, die mehrfach in Ausgleich-II-Rennen erfolgreich blieben.

Demmes erster Starter hieß Quick Dancer, gehörte Besitzer Hans-Jörg Biber und hätte am 28. Oktober in Gelsenkirchen-Horst unter Burkhard Sürth fast für einen siegreichen Einstand in einem über 3200 Meter führenden Hürdenrennen gesorgt, musste sich aber mit dem von Stefan Wegner gerittenen My Rocky einem Schützling von Adolf Wöhler geschlagen geben müssen.

Am Sonntag gibt es nun die Rückkehr des Trainers Karl Demme, der mit sechs Pferden die neue, alte Aufgabe angeht. Er verkennt keineswegs die derzeit schwierige Lage, in der sich der Galopprennsport befindet, gibt sich aber zuversichtlich und will zum Auftakt der Saison 2009 einen ersten Beleg dafür liefern, wenn er Call me Racer und Jermyn Street aufbietet.

Beide haben in den vergangenen Wichen je zwei Starts auf der Dortmunder Sandbahn absolviert, wobei Call me Racer zweimal in 1200-Meter-Rennen unplatziert blieb, diesmal aber über 1700 Meter antritt, während Jermyn Street nach den Plätzen drei und zwei vor einem Sieg steht.

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