Was für ein Wochenende für Trainer Hans Albert Blume (Foto). Erst gewann er am Samstag in Frankreich mit Bussoni für den Stall Kaiserberg, einen langjährigen Begleiter im Besitzerstamm, mit dem Prix de Nieuil ein Gruppe-II-Rennen, dann ließ er vierundzwanzig Stunden später mit Gestüt Röttgens Aspectus den zweiten Treffer folgen.
Zwar nur auf Gruppe-III-Ebene, aber dennoch war es ein besonderer, nämlich der erste eines Frankfurter Gruppe-Rennens über die Meile. Große Hessen Meile – Fraport AG Pokal – so der Titel der erstmals auf der Niederräder Bahn gelaufenen Prüfung.
„Wir besitzen verschiedene Optionen“, erklärte der Trainer, der den Samstag-Triumph nicht vor Ort miterlebte, sondern erst am Sonntag in Frankfurt „Dienst hatte‘ nach dem Triumph mit Aspectus.
Nach zwei zweiten Plätzen, wobei vor allem nach dem von Hamburg viel Kritik am Jockey geübt worden war, hatte man eine neue Reiterwahl getroffen, nicht mehr Adrie de Vries, sondern den durch seinen Derbysieg auf Adlerflug deutschlandweit bekannt gewordenen Schweden Fredrik Johansson verpflichtet und der Nummer eins unter den skandinavischen Reitern die Chance auf ein neues Erfolgserlebnis gegeben, die er dann auch prompt nutzte.
Zwei Gruppe- und ein Listensieg – so sieht die Johannson-Bilanz aus, die ja erst in diesem Jahr aufgestellt wurde. Platz zwei ging an Trip To The Moon, die einzige Stute sowie der einzige Gast im Sechserfeld, der kurz vor dem Rennen einen neuen Besitzer gefunden hatte und erste Amortisation hereinholte.
Beim drittplatzierten König Turf wurde der nicht mehr ganz passende Boden reklamiert, dennoch einmal mehr ein gutes Laufen konstatiert, was auch für Alaska River galt, dessen Umgebung mit einem Gruppe-Sieg für den Herbst rechnet. Die Störung, die Apollo Star im Einlauf erfuhr, könnte dem Krefelder das letzte Platzgeld gekostet haben.












