Der von Andreas Wöhler für Darius Racing betreute Kabir war am Sonntag in Rom im Premio Parioli, den Italian 2000 Guineas, chancenlos und landete nur auf dem vorletzten Platz des 12 Teilnehmer umfassenden Feldes.
Jozef Bojko lag auf dem dreijährigen Lord of England-Sohn bis in den Einlauf der mit 154.000 Euro dotierten Gruppe III-Prüfung auf der Römischen Galopprennbahn Capanelle an zweiter Stelle hinter Pettifogger, dem Pacemaker des später siegreichen Teamkollegen Wait Forever aus dem Stall von Alduino und Stefano Botti. Bojko konnte auf Kabir jedoch zu keiner Zeit stillsitzen und musste den Hengst im Einlauf kräftig bemühen, wurde aber sofort nach hinten durchgereicht. Andrea Atzeni brauchte sich dagegen auf dem Piloten immer noch nicht zu rühren und kam zum Schluss auf den dritten Platz.
Und wie bereits erwähnt, der Pacemaker hatte seine Sache sehr gut gemacht, Dario Vargiu war im Einlauf mit Wait Forever aus dem erweiterten Vordertreffen kommend schnell zur Stelle und kämpfte mit Carlo Fiocchi und Wait Forevers Stallgefährten Met Spectrum, die im selben Moment zum Angriff schritten, um den klassischen Sieg in der Gruppe III-Prüfung über 1600 Meter. Im Ziel hatte der Camelot-Sohn Wait Forever, der 26:10 zahlte, eine dreiviertel Länge Vorteil vor Met Spectrum. Mit Damagnano auf dem vierten Rang kamen sogar die ersten Vier des Meilenklassikers aus dem Quartier von Alduino und Stefano Botti.
„Als ich Kabir im Führring sah, da wusste ich, dass wir mal wieder in die, wie ich es nenne, Italien-Falle getappt waren. Er war tropfnass, hatte fürs Auge 30 Kilo abgenommen und wirkte hektisch. Italien um diese Jahreszeit, die weite Reise nach Italien, besonders nach Rom, das geht einfach nicht“, teilte Holger Faust, der Racing Manager von Darius Racing, am Sonntagabend gegenüber GaloppOnline.de mit.
„Ich habe übrigens noch vor dem Rennen mit dem Trainer und mit dem Besitzer telefoniert und meine Skepsis mitgeteilt. Das war nicht der Kabir, den ich kenne, ich denke diese Form kann man getrost streichen. Kabir wird jetzt in die deutschen 2000 Guineas gehen und falls er dort wieder enttäuschen sollte, in Auktionsrennen weiter machen“, fügte Holger Faust hinzu.
Das Pendant für die Stuten, der Premio Elena – Italian 1000 Guineas -, wurde ebenfalls auf Gruppe III-Niveau ausgetragen. Nach 1600 Metern hatten die Mujahid-Tochter Act Of War (61:10) aus dem Stall von Endo Botti und Jockey Antonio Fresu mit kurzem Kopf Vorteil Dario Vargius zweiten klassischen Treffer des Tages vereitelt und verwiesen ihn mit der 20:10-Favoritin Sweet Gentle Kiss aus dem Quartier von Alduino und Stefano Botti auf den Ehrenrang. Dritte wurde mit Stella Di Camelot auch ein Nachkomme des Nachwuchs-Stallions Camelot.
Es wurde am Ende der Veranstaltung einmal mehr ein wahres Botti-Festival, denn von den neun Tagesprüfungen wanderten acht Rennen in die Quartiere von Endo Botti sowie Alduino und Stefano Botti. Alduino Botti ist übrigens der Onkel von Stefano und Endo.













