Der Countdown hat begonnen. Die letzten Trials sind gelaufen. Jetzt kann er kommen, der Prix de l’Arc de Triomphe. Und dieses Wochenende hat den Arc-Markt so richtig durcheinandergewirbelt. Allen voran natürlich die Camelot-Pleite im St. Leger. Doch wer über mehrere hundert Meter Encke nicht stellen kann, der hätte es auch mit unserer Danedream schwer gehabt.
Nachdem sich die englische Presse unmittelbar nach dem Leger zunächst auf O’Brien Junior eingeschossen hatte, zweifeln viele Insider nun an der wahren Qualität des großen Camelot.
Ein Journalist der Racing Post geht sogar soweit, dass Camelot einfach schlechte Guineas und das schwächste Epsom Derby aller Zeiten gewonnen hätte. Im Klartext heißt das: Das wäre auch gegen unsere Lomitas-Tochter Danedream schwer geworden!
Doch diese hat seit diesem Wochenende auf einmal ausgerechnet die Stute zu fürchten, die ihr bei ihrem Vorjahressieg am nächsten kam. Im letzten Jahr noch als 660:10-Außenseiterin angetreten, gewann die frische Yorkshire Oaks-Siegerin Shareta am Sonntag einen gigantisch besetzten Prix Vermeille wie sie wollte.
‚Das war schon extrem beeindruckend. Shareta scheint über Winter noch einmal einen richtigen Satz gemacht zu haben. Auf schnellem Boden ist sie mit Sicherheit unsere Hauptgegnerin, wenn ich ein Pferd herauspicken müsste‘, gab Danedream-Trainer Peter Schiergen in Longchamp zu Protokoll.
Gleicher Meinung ist auch Danedreams Züchterin Julia Baum (Foto mit Danedream): ‚Ich glaube auch im Arc 2012 an Girl Power. Allerdings habe ich neben Shareta vor allem noch Snow Fairy auf der Rechnung. Auch sie scheint besser zu sein als jemals zuvor. Ihr Sieg in Irland war imponierend und ich glaube, dass die Mädels den Arc unter sich ausmachen.‘
RaceBets.com offeriert eigens einen Spezialmarkt um das wichtigste Rennen der Welt. In diesem gibt es 30:10 auf einen Stutensieg in Longchamp. Noch am Samstag notierte diese Wette bei 40:10, ist nach dem starken Shareta-Auftritt deutlich gefallen. Die Aga Khan-Stute selbst ist noch für erstaunliche 110:10 für den Arc zu haben (Zum Langzeitmarkt).
Noch mehr zum Thema Girl-Power: Auch die Dritt- und Viertplatzierte aus dem Shareta-Vermeille sind nach diesem auf einmal Kandidatinnen für den Arc.
„Wenn der Boden in Paris zum Arc weich wird, ist ein Start im Arc durchaus möglich“, so Trainer Carlos Laffon-Parias über Solemia. Die Stute wurde im Vermeille mit zunehmender Distanz immer schneller, notiert bei RaceBets.com bei 400:10. Denselben Kurs gibt es auf die Monsun-Tochter Yellow And Green.
Die Stute aus der Zucht von Andreas Jacobs Newsells Park flog vom letzten Platz auf Rang vier und lief ein tolles Rennen. Trainer Nicolas Clement: „Sie hat bewiesen, dass sie die beste dreijährige Stute Frankreichs ist. Das war ihr erster Start nach drei Monaten und die Form daher gigantisch. Wir müssen sehen, wie sie aus dem Rennen kommt und dann rede ich mit dem Besitzer über den Arc.“
Im Todesjahr von Monsun wäre ein Starter im Rennen der Rennen für Deutschlands besten Stallion aller Zeiten natürlich eine tolle Sache.












