Coco Sun ohne Chance im „Montretout“-Thriller

Mit dem über die Meile führenden Prix de Montretout (52.000 Euro) stand am Dienstag auch eine Listen-Prüfung auf der Karte von Longchamp und mit der von William Mongil für den German Racing Club trainierten Coco Sun kam auch eine deutsche Starterin in dem Black Type-Examen an den Start. Allerdings hatte die als lange Außenseiterin gestartete Marchand De Sable-Tochter mit Olivier Peslier im Sattel keine Chance auf den Sieg.

Dabei war die deutsche Gaststute lange im Vordertreffen auszumachen, doch Mitte der Geraden musste Coco Sun dann die Waffen strecken und wurde von den Speed-Pferden geschluckt. Am Ende war es Rang acht für den Mongil-Schützling.

Gleich mehrere Pferde kamen mit zunehmender Distanz immer besser in die Partie und man konnte über die ersten vier Kandidaten das oft zitierte Handtuch legen. Mit bloßen Augen waren die beiden Erstplatzierten nicht zu trennen, erste das Zielfoto gab Aufschluss über den Einlauf, den die 34:10-Favoritin Faufiler aus dem Stall von Pascal Bary unter Stephane Pasquier mit einem denkbar knappen Vorteil von einer Nase gegenüber der Wertheimer-Stute Royalmania für sich entschied. Dahinter wurde Makruma Dritte, viertes Pferd war Redbrook.

Als Sechster war der ehemals von Mario Hofer trainierte Stillman das erste Pferde außerhalb der Geldränge. Nicht in den Endkampf mit eingreifen konnte auch die Danedream-Halbschwester Debutante. Die Gold Away-Tochter aus dem Rennstall von Alain de Royer-Dupre wurde Siebte. Der Sieger des Mehl-Mülhens-Rennen von 2013 Peace At Last wurde sogar nur Neunter und damit Letzter.

Für die in Besitz der Familie Niarchos stehende wie ein Juwel gezogene – ihre Mutter Six Perfections ist dreifache Gruppe I-Siegrin, darunter die Breeders‘ Cup Mile und zweijährig der Prix Marcel Boussac – vierjährige Galileo-Tochter war es jahresübergreifend der dritte Sieg in Serie, nachdem sie 2014 schon den Prix Silnet (Course B) und den Prix Casimir Delamarre auf Listen-Parkett gewinnen konnte. Im vergangenen Jahr war Faufiler lange eine Kandidatin für den Prix de Diane, ein Start konnte man dort allerdings nicht realisieren.

Im Rahmenprogramm der Longchamp-Montagskarte belegte Time Of My Life in einer mit 52.000 Euro dotierten Course D-Handicap über 2400 Meter einen starken dritten Platz, wobei er nur mit einer halben Länge geschlagen war und in der Geraden wenig glücklich operierte. Der Hickst-Schützling zahlte noch 67:10 auf Platz. In einem Amateur-Rennen kam der Schlenderhaner Le Tourbillon nach fast zweijähriger Pause an den Start und wurde mit Vinzenz Schiergen zwei Längen hinter dem Sieger Aussie Celebre guter Vierter.

Nächste Renntage

Galopprennen in Deutschland
Sa., 25.04.Düsseldorf
So., 26.04.Krefeld
Fr., 01.05.Hannover, München, Leipzig
So., 03.05.Köln
Sa., 09.05.Halle, Krefeld
So., 10.05.Berlin-Hoppegarten
Galopprennen in Frankreich
Di., 21.04.Le Mans, Compiegne
Mi., 22.04.Chantilly, La Teste
Do., 23.04.ParisLongchamp
Fr., 24.04.Saint-Cloud
Sa., 25.04.Compiegne, Auteuil
So., 26.04.ParisLongchamp, Nancy